Sport mit menschlichen Fehlern?

Fernsehkameras, Tausende Fans, mehrere Schiedsrichter. Volleyballspiel in Polen. Photo: Polen.pl (BD)

Fernsehkameras, tausende Fans, mehrere Schiedsrichter: Volleyballspiel in Polen.

(Warszawa, BD) Ein bizarres Beispiel dafür, dass trotz aller Reglements und elektronischen Einrichtungen Sport durch menschliche Fehler unberechenbar sein kann, lieferte die polnische Volleyball-Profi-Liga am vergangenen Wochenende. Als geradezu skandalös werden die Vorgänge beschrieben, und tatsächlich verwundern die Geschehnisse ob aller Professionalisierung der Sportart. Doch was war geschehen?

Spielende – oder doch nicht?

Das Lokalteam Asseco Resovia aus Rzeszów spielte am letzten Samstag gegen den engen Verfolger ZAKSA. Dass dabei der deutsch-ungarische Spieler Georg Grozer ganz besonders stark aufspielte, war in der nachfolgenden Berichterstattung gar kein Thema. Warum: Das Spiel endete in nur vier relativ kurzen Sätzen. So weit klingt das nicht überraschend.

Aber genau hier beginnt die Story: Die Frage in den Sportmedien ist, ob das Spiel wirklich endete. Die zahreichen Kameras dokumentierten einige Ungereimtheiten, was die Entscheidungen der anwesenden Schiedsrichter anbetrifft. Aber den Vogel schossen die über das Spiel richtenden Herren im letzten Satz ab. Sie beendeten das Spiel zu früh, und zwar schon beim Spielstand von 24:14. Das ist, wie Kenner der Sportart wissen, um einen Punkt zu früh.

Etwas später, rund eine halbe Stunde, um genau zu sein, ließen sich die Entscheider überzeugen: Sie wollten nachspielen lassen. Doch da waren die Spieler schon zu einem großen Teil nicht mehr da. Das Nachspielen entfiel. Die Frage ist, was die gerade eingeführte moderne Technik erreichen soll, wenn solch dilettantische Fehler geschehen. So gibt es eine frisch eingeführte Videoüberwachung am Netz und den Endlinien, die aber – bei mangelhafter Interpretation der Verantwortlichen – die Transparenz nicht erhöhen wird. Die Frage ist: Gibt so etwas Anlass für noch mehr Regeln und Elektronik am Spielfeld, oder muss man einfach mit den Fehlern leben? Und was bedeutet so etwas für die anstehende Fußball-Europameisterschaft?

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  1. F. M.
  2. Jens
  3. F. M.

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