„Stara Zajezdnia“ (Altes Straßenbahndepot) mit der wahrscheinlich längsten Bierbar Europas

Altes Straßenbahndepot in Krakau (Foto: Polen.pl)

Altes Straßenbahndepot in Krakau (Foto: Polen.pl)

Damals….

(Krakau, KK) Die Straße des „Starego Wawrzynca“ in Krakau verläuft steingepflastert am Rande des Stadtteils Kazimierz. Etwa auf mittlerer Höhe trifft man auf ein immenses Eisentor, hinter dem eine große Halle aus Holz und Ziegel emporragt.Diese gehört zum alten Straßenbahndepot in Krakau. Das wiederum wurde 1913 für die Bedürfnisse der neuen Tramlinie erbaut, die auf breiteren Schienen unterwegs war. Direkt nebenan befand sich bereits ein solches Gebäude für die Schmalspursektion der Straßenbahnen. Der allgemeine Ausbau der Infrastruktur in der Nachkriegszeit zog die Errichtung eines gänzlich neuen Depots auf der anderen Seite der Weichsel im Stadtteil Podgorze nach sich. Das alte Depot in der Wawrzynca-Straße verlor zunehmend an Bedeutung, bis es schließlich Anfang der 60er Jahre nur noch als Lagerraum sowie als Buswerkstatt diente. 1998 wurde von der Gemeindeverwaltung in Krakau in dem Teil des Depots, der für die Schmalspurtram vorgesehen war, ein Museum für städtisches Ingenieurwesen eingerichtet. 

…und heute

Die renovierte Haupthalle des alten Depots zeichnet sich durch eine interessante Architektur aus und steht sogar als Geschichtsdenkmal auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Heutzutage befindet sich dort das Restaurant „Stara Zajezdnia„(Altes Depot). Das im Umfang bescheiden gehaltene Menü zeichnet sich durch saisonale Gerichte aus. Im Sommer kann zusätzlich draußen um die Halle herum Platz genommen werden. Durch die gesamte hintere Haupthalle zieht sich eine lange Bierbar, an der man unter anderem in den Genuss von Bier aus Eigenproduktion kommen kann. Auch zum Organisieren von Konferenzen oder  größeren Feierlichkeiten findet man dort problemlos genug Platz. Alles in allem ein sehr interessanter Ort mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre, der einen kleinen Ausflug lohnt. 

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