#StartInPoland – Förderprogramm für innovative Start-ups

Finanziert wird das Programm u.a. aus EU-Fördermitteln. Foto: Lupo/ pixelio.de.

Finanziert wird das Programm u.a. aus EU-Fördermitteln. Foto: Lupo/ pixelio.de.

(Warschau, KK) Auf dem Kongress Impact’16: 4.0 Economy in Krakau kündigte Vizepremier und Entwicklungsminister Mateusz Morawiecki am 15. Juni das neue Förderprogramm „Start In Poland“ an. Im Rahmen des Vorhabens werden fast 3 Milliarden PLN in die Entwicklung von Start-ups in Polen investiert. Dabei sollen Start-ups in allen Entwicklungsphasen Unterstützung erhalten: von der Gründung, über die Wachstumsbeschleunigung und Entwicklung bis hin zur internationalen Expansion. Interessant ist, dass ebenfalls ausländische Unternehmen gefördert werden können, wenn sie Start-ups in Polen gründen wollen. Das Programm ist das größte seiner Art in ganz Mittel-und Osteuropa und wird aus privaten sowie EU-Mitteln finanziert.

Inkubation, Akzeleration, Entwicklung (inkubacja, akceleracja, rozwój)

Innerhalb der nächsten sieben Jahre sollen dank „Start in Poland“ rund 1500 neue Start-ups entstehen. Ziel ist vor allem die Förderung innovativer Technologien, die es mit der internationalen Konkurrenz aufnehmen können.

Start in Polen fördert vor allem innovative Technologien. Foto: Rainer Sturm/ pixelio.de.

„Start in Poland“ fördert vor allem innovative Technologien. Foto: Rainer Sturm/ pixelio.de.

Während der Inkubation konzentriert sich die Unterstützung auf die frühe Entwicklungsphase der Start-ups: es werden innovative Technolgieideen ausfindig gemacht, das Marktpotential wird ausgelotet und die Investitionen vorbereitet. Im Rahmen der Beschleunigungsphase wurde bereits der erste Wettbewerb „Scale UP“ gestartet, welcher Programme zur Wachstumsbeschleunigung initiieren und durchführen soll. Diese sollen es den Start-ups ermöglichen sich in Zusammenarbeit mit großen Firmen weiterzuentwickeln, indem sie nicht nur von ihrer finanziellen Unterstützung, sondern auch von ihrem Know-how und ihrer Erfahrung profitieren. In der anschließenden Entwicklungsphase werden u.a. Investitionen in die Forschung und Entwicklung oder die Inbetriebnahme der Massenproduktion getätigt.

Die Thematik der Innovationen scheint in letzter Zeit in Polen stark im Fokus zu stehen und wird bei jeder Gelegenheit angesprochen. Laut dem letzten veröffentlichten Innovation Union Scoreboard 2015 der Europäischen Komission, gehört Polen lediglich zu den „moderaten“ Innovatoren und belegt den sechstletzten Platz unter den Mitgliedsstaaten der EU. Raum für Entwicklung besteht also allemal, und genau der soll in den nächsten Jahren ausgenutzt werden.

#100zmianDlaFirm

Unter dem Motto „100 Veränderungen für Firmen“ wurde bereits Anfang Juni ein Paket von 100 Erleichterungen für Unternehmen vorgestellt. Dieses zielt auf die Schaffung von unternehmensfreundlichen Rahmenbedingungen ab, insbesondere für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen. Dabei geht es vor allem um die Verbesserung der Rechtsetzung. Demnach sollen beispielsweise Verwaltungsverfahren reformiert werden, die Kontrollen weniger beschwerlich werden und der Schutz vor Gesetzesänderungen soll steigen. Ferner kündigte Morawiecki an, dass bereits im Herbst ein weiteres Paket folge, welches nicht das letzte sein werde.

Bis vor Kurzem war Vizepremier Morawiecki noch der Leiter einer der größten Banken Polens (Bank Zachodni WBK), die nötige wirtschaftliche Expertise bringt er demnach mit. Dennoch bleibt abzuwarten, wie die ambitionierten Pläne umgesetzt werden.

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  1. Ralf Meier

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