Streitbare Landstraßenkühe in Polen

Kuh im Wasser. Foto: Polen.pl (JW)

Ob im Wasser, zu Lande oder an der Landstraße: Kühe polarisieren

(Berlin, JW) Über eine Provinzposse mit ulkigen Aspekten schrieb die Onlineredaktion der Tagesschau am 9. Mai. Im Zentrum des Stückes steht ein niederländischer Rinderzüchter, der aus Sorge um sich und seine Rinderherde beim Queren einer Landstraße zwei künstliche Kühe so am Rande der Straße aufstellte, dass diese den Eindruck erwecken, gleich auf die Straße laufen zu wollen. Viele Autofahrer, in Polen durchaus keine durch besondere Vorsicht auffallende Spezies, lassen sich von diesen großen Rindviechern dann doch zum Abbremsen motivieren. Damit hatte Wim Kroft, so heißt der Rinderzüchter mit der großen Kuhproduktion, sein Ziel erreicht.

Diskussion unter Autofahrern – und in der Politik

Nicht gerechnete hatte der Farmbesitzer aber mit dem Widerstandsvermögen der Autofahrerlobby Polens, die sich offenbar einen guten Draht in die Lokalpolitik erhalten hat. Die Gipskühe polarisieren vor Ort: Einige finden die Idee witzig und erfolgreich, andere sorgen sich um die Sicherheit der Autofahrer. So wird allen Ernstes postuliert, durch das Abbremsen aufgrund der Kuh-Sichtung würden Autofahrer sich und nachfolgende PKW- und LKW-Lenker gefährden. Allerdings gibt es offenbar zurzeit keine rechtliche Handhabe gegen das Ansinnen, sich übergroße Kuhfiguren in den Vorgarten auch am Rande einer Landstraße zu stellen. So hat jeder, der über die Landstraße 7 nahe Danzigs fährt, nun das Vergnügen, dort auf jeden Fall Kühe sehen zu können.

...sind diese Artikel auch interessant für Sie?

  • ...leider gibt es hierzu keine verwandten Themen.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*