„Touristische Sehnsuchtsorte in Mittel- und Osteuropa“

Vilnius - polnischer Erinnerungsort (AK)

Vilnius – polnischer Erinnerungsort (AK)

(Dülmen, AK) Wir alle haben schon einmal von dem Phänomen des „mental mapping“ gehört: mentale Landkarten, die meist nicht so recht mit den geographischen Gegebenheiten, sondern mit unseren eigenen Vorstellungen und Wünschen übereinstimmen. In diesen Kontext sind auch touristische Sehnsuchtsorte einzureihen.

Unter dem Titel „Eden für jeden? Touristische Sehnsuchtsorte in Mittel- und Osteuropa (vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart)“ veranstalten der Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Universität Basel und die School of Social Sciences der University of Manchester am 19. und 20. Oktober 2012 im Kollegienhaus der Uni Basel, Petersplatz 1, einen interdisziplinären Workshop für Nachwuchswissenschaftler.

In dem Workshop wird Tourismus aus historischer, literatur- und sozialwissenschaftlicher Perspektive beleuchtet. Vor dem Hintergrund politischer, ökonomischer und den Lebensstil betreffender Veränderungen soll der Zusammenhang von imaginiertem und real existierendem Raum verdeutlicht werden.

Besonders für eine sprachlich, religiös und kulturell so vielfältige Region wie Ostmitteleuropa mit ihrer turbulenten Geschichte erscheint die Untersuchung von mit historischen Konflikten verbundenen Erinnerungsorten einerseits und Orten touristischer Imaginationen und Sehnsüchte andererseits besonders lohnenswert und aufschlussreich.

Ziel des Workshops ist es,

„Entwicklungslinien und Brüche im Sehnen der Gesellschaften im östlichen Europa zu dokumentieren und aus der Idee des Sehnsuchtsorts ein theoretisches Werkzeug zur multidisziplinären Analyse eines transnationalen Phänomens zu entwickeln.“

Zum einen soll das Phänomen des touristischen Sehnsuchtsorts auf transnationaler Ebene untersucht werden, um den Tourismus-Diskurs zu systematisieren. Das Augenmerk liegt hierbei auf den Perspektiven „Raum, Ort und mental mapping“, „Akteure und Lebensstile“ sowie „Repräsentationen“.

Zum anderen sollen in dem Workshop theoretische und methodologische Dimensionen von Sehnsucht und touristischen Sehnsuchtsorten anhand von Fallstudien herausgearbeitet werden. Dabei spielen die Perspektiven „Sehnsucht aus trans-sozialer, trans-kultureller und trans-nationaler Perspektive“, „Emotion und Bindung“, „Sinne, Wissen, Performanz“, „Gedächtnis und Erinnerung“ und „Daten und Analyse“ eine wichtige Rolle.

Einen eigenen Beitrag kann man leider nicht mehr einreichen.

 

Weitere Informationen unter: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=18961

Das Programm der Veranstaltung: http://dg.philhist.unibas.ch/

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