Weihnachtsmärkte in Polen 2012

Weihnachtsmarkt vor dem Warschauer Kulturpalast

(Berlin, JW) Tja, so langsam kann man schon beinahe eine Entwicklung nachvollziehen: Jahr für Jahr haben wir die Weihnachtsmarktszene in Polen beobachtet und ein paar Trends sind dabei unverkennbar. Fest steht: Die Zahl der Weihnachtsmärkte steigt. Außerdem ist offensichtlich: Die Professionalität der Veranstaltungen steigt. Und wir finden: Die polnischen Weihnachtsmärkte werden denen in Deutschland immer ähnlicher. Das kann man gut finden, oder schlecht. In jedem Fall macht es den Besuch eines Weihnachtsmarktes in Polen auch für Besucher aus Deutschland interessant.

Breslau führt

Zumindest in einem Punkt führt der Breslauer Weihnachtsmarkt: In den Suchanfragen, die Weihnachtsmarkt-Sucher auf unsere Internetseite führt. Das kann Zufall sein; ist es wohl auch. Aber definitiv ist der Breslauer Weihnachtsmarkt auch einer der sehr schönen Märkte, der nicht nur vor herrlicher Kulisse auf dem Marktplatz stattfindet, sondern auch gut aus Deutschland erreichbar ist. Los geht es mit der Weihnachtsstimmung in Breslau schon am 23. November 2012, zu Ende ist der in diesem Jahr noch einmal gewachsene Markt (wir berichteten) am 23. Dezember. Weitere Informationen zu dem schönen Ausflugs- oder Kurzreiseziel bietet die Internetseite zum Breslauer Weihnachtsmarkt unter www.jarmarkbozonarodzeniowy.com

Mehr Märkte!

Wie das Polnische Fremdenverkehrsamt weiß, finden sich immer mehr solcher Sammelstellen für Weihnachtswütige – das ist nicht despektierlich gemeint. Im Gegenteil: Auch wir lassen uns gern weihnachtlich in Stimmung bringen. Der Glühwein ist an den polnischen Ständen vielfach tatsächlich noch selbst gemacht, und Gebäck und Kuchen ebenfalls.

Vorgestellt von der Tourismusagentur werden unter anderem der Weihnachtsmarkt in Bialystok im Nordosten des Landes, der vom 14. bis zum 24. Dezember 2012 bereit steht. Mehr Informationen dazu findet man unter www.jarmark-bialystok.pl.

Warszawa (Warschau), die Hauptstadt lässt sich nicht lumpen und präsentiert gleich zwei Weihnachtsmärkte. Am 24. November beginnt auf dem Marktplatz der ‚große Markt‘, der bis zum 6. Januar geöffnet bleibt. 78 Stände, Musik, Ballett, klassische Konzerte in Filmversionen und mehr bilden ein abwechslungsreiches und ungewöhnliches Rahmenprogramm. Dazu findet sich mehr unter www.jarmarkbozonarodzeniowy.org. Der zweite, etwas kleinere Weihnachtsmarkt wird vor dem Kulturpalast nahe dem Hauptbahnhof aufgebaut. Ebenfalls bis zum 6. Januar geöffnet, startet dieser am 1. Dezember. Dieser Markt hat etwas mehr Jahrmarktflair: www.jarmarkwarszawa.pl

Auch in Olsztyn (Allenstein) in Masuren kann man vom 13. Dezember an in winterliche Stimmung gelangen. Ein Eskimodorf, eine Eisrutsche und nordische Jazz-Musik sorgen für Winterzauber. Allerdings nur bis zum 16. Dezember. Weitere Informationen: www.jarmark.olsztyn.eu

Auch Krakau bietet natürlich vor traumhafter Marktplatzkulisse einen Weihnachtsmarkt, der am 30. November beginnt und erst am 26. Dezember geschlossen wird. Neben Ständen mit Weihnachtsartikeln, Musik, Bescherung und vielem mehr gibt es wieder die berühmte Ausstellung von Krippen. Dahinter steht ein Krippenwettbewerb. Weitere Informationen: www.krakow.travel und www.kiermasz.com.pl

Gdańsk (Danzig), so weiß das Fremdenverkehrsamt, hat eine mit 23 Jahren noch eher junge Weihnachtsmarkttradition . Auf dem Kohlenmarkt (Targ Węglowy) startet der Weihnachtsmarkt am 5. Dezember. Besonderheit: Eine große Weihnachtstafel auf dem Langen Markt (Długi Targ), die Wigilia. Mehr dazu weiß www.gdansk4u.pl

Wo der Lebkuchen zu Hause ist, muss auch ein Weihnachtsmarkt sein: In Toruń (Thorn) findet vom 14. bis 23. Dezember statt, der allein schon der schönen Stadt zuliebe einen Besuch wert ist. Mehr dazu: www.torun.pl

Gegen die Tradition

In Poznan (Posen) findet ein großer Markt zu Weihnachten in der Alten Brauerei (Stary Browar), einem Einkaufszentrum, statt. Ein Shopping-Center ist auch in Łódź (Lodsch) Standort des Weihnachtsmarkts. (Lodz: www.manufaktura.com, Poznan: www.starybrowar5050.com). Das ist nicht ganz so stimmungsvoll, mag man meinen. Aber wahrscheinlich reflektiert es ein wenig den Zeitgeist: Eigentlich ist katholischen Polen in der Adventszeit auch ein karges und entbehrungsreiches Leben verordnet; geschlemmt wird nach alter Sitte erst ab dem 1. Weihnachtsfeiertag. Wie das gehen soll, auf einem Weihnachtsmarkt angesichts von Glühwein, Süßigkeiten und anderen leckeren Verlockungen? Keine Ahnung. Vermutlich halten sich immer weniger Menschen in Polen an die katholische Tradition.

...sind diese Artikel auch interessant für Sie?

Comments
  1. Katharina Lindt

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*