Złoty bekommt eine Atempause

Die populärsten Scheine in Polen sind die 20-er, 50-er und 100-er Złoty-Noten.

Die populärsten Scheine in Polen sind die 20-er, 50-er und 100-er Złoty-Noten.

(Warszawa, BD) Etwas Ruhe kehrt langsam nach besonders turbulenten Tagen auf den polnischen Währungsmarkt ein: Der Złoty konnte sich heute gegenüber den wichtigsten Währungen sichtbar erholen. Noch wenig Erholung sieht man dagegen an der polnischen Börse GPW.

Das Ende der Panik?

Besonders gut sichtbar ist diese ‚Abkehr von der Panik‘, wenn man den Kurs des Schweizer Franken unter die Lupe nimmt. Begleitet von beruhigenden Maßnahmen der Schweizer Zentralbank fällt dieser bereits seit Tagen deutlich. Er notierte heute Nachmittag bei 3,469 Złoty, wo noch am 8. August historische Höchstwerte von über 4,100 gesehen worden waren.

Euro-Złoty

Viel stabiler sieht es bei der Schwankungsbreite des Währungspaares Euro und Złoty aus. Hierbei wurden Werte zwischen 3,99 und 4,24 innerhalb der letzten 30 Tage notiert, was prozentual gesehen einer viel engeren Breite gleichzusetzen ist.

Wie geht es weiter?

Verfolgt man die Kommentare der Marktakteure über mehrere Tage, so fällt es schwer, eine eindeutige Meinung zum Marktgeschehen zu finden. In der Phase intensiver Kursbewegungen auf den Währungs- oder Aktienmärkten, sehen viele das geradezu ’nahe Ende der Weltwirtschaft‘. Sprich: Tiefe Rezessionsängste stehen im Vordergrung.
Fängt sich der Gold- und der Schweizer-Franken-Kurs für eine Weile, kommen wieder Beobachter zu Word, die die wohl berechtigte Frage stellen, warum in Zeiten eines positiven, wenn auch nur langsamen Wirtschaftswachstums ständig von Rezession gesprochen werde.

Rostowski macht sich Sorgen über die Eurozone

Ungeachtet dessen sprach heute der polnische Finanzminister Rostowski in einem Zeitungsinterview über tiefreichende Probleme der Teilnehmerländer der Euro-Zone (gazeta.pl). Eine seiner Thesen lautet: Entweder sind die Euro-Länder bereit, für ärmere Regionen einzustehen (bspw. Finnland für Griechenland) oder man sollte offen über die Bedingungen eines Ausstiegs aus dem Projekt ‚Euro als gemeinsame Währung für Europa‘ sprechen.
Gleichzeitig spricht sich Rostowski entschieden gegen das Vorgehen von Griechenland aus, das seiner Meinung nach uverantwortlich mit seinem Staatsdefizit umgeht. Eine Festschreibung von präziseren Regeln bezüglich der Staats-Neuverschuldung in Europa sei unumgänglich, meint der Politiker. Lobend erwähnt er die wichtige stabilisierende Rolle des Internationalen Währungsfonds sowie der Europäischen Zentralbank bei der Bekämpfung der Vertrauenskrise. Einen anderen Ausweg aus der Krise, als mehr wirtschaftliche Integration in Europa, sieht der polnische Minister nicht.


Aktuelle ZinsenWibor Werte (in % p.a., tats. Tage /365 Tage):
ON: 3,79; 1W: 4,55; 2W: 4,56; 1M: 4,61; 3M: 4,72; 6M: 4,84; 12M: 4,87 .

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