Ein Besuch in Polen wird immer günstiger

Die populärsten Scheine in Polen sind die 20-er, 50-er und 100-er Złoty-Noten.

Die populärsten Scheine in Polen sind die 20-er, 50-er und 100-er Złoty-Noten.


(Warschau, BD)
Spätestens bei der Betrachtung eigener Kreditkartenauszüge werden sich Polen-Urlauber aus Deutschland freuen: immer weniger Euros muss man tauschen, um seine Hotelrechnung in Złoty zu begleichen.

Mit Blick auf die Kursentwicklung werden deutsche Urlauber in Polen der ‚Griechenland-Portugal-Italien‘ Krise auf einmal was Positives abgewinnen können: Die polnische Währung verliert sichtbar an Wert. Diese Entwicklung, die mit der Abwertung der Schulden Portugals durch die amerikanische Ratingagentur Moody’s begann, bekam durch die Probleme Italiens neue Nahrung und nimmt scheinbar kein Ende. So mögen zwar europäische Politiker über die ethische Rolle und heimliche Machtausübung der in den USA angesiedelten Ratingagenturen stöhnen. Die Tatsache bleibt, dass die Investoren ähnlich reagieren: man verlässt die osteuropäischen Märkte Polen, Ungarn, Rumänien und siedelt in die USA und die Schweiz um; genauer gesagt: kauft deren Währungen. Die Schweizer Währung notiert daher historische Höchststände gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung, dem Euro. Wie lange die Schweizer Exportwirtschaft es noch tragen kann, wagt momentan keiner vorherzusagen.

Aktuelle Marktdaten

Der Kurs des Euro in Złoty stieg von 3,97 auf 4,0450. Ein US-Dollar stieg von 2,75 auf 2,91 Złoty (fast 6%). Der Schweizer Franken stieg von 3,25 auf über 3,49 innerhalb der letzten 4 Tage (ca. 8%).

Zinsen

Erfreulich bleibt, dass die Renditen polnischer Staatsanleihen nur geringfügig reagierten. 10jährige polnische Staatsschulden bringen dem Investor um die 6% p.a. Zum Vergleich bringen die ‚krisengefährdeten‘ spanischen Staatsschuldverschreibungen etwa 6,10% p.a., von griechischen Anleihen, die 16% p.a. bringen, ganz zu schweigen.

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