Euro Złoty Bericht: Złoty wird zunehmend angesteckt

Euro-Zloty-Report

Die polnische Währung gerät erneut unter Druck...

(Warszawa, BD) Gute Angaben zum Privatkonsum halfen der polnischen Währung überraschenderweise nur wenig. Die heute vom Hauptamt für Statistik GUS veröffentlichte Daten zum Privatkonsum im Oktober zeigten einen Anstieg um satte 11,2 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. Die Kauflaune der Polen scheint trotz schlechter Zukunfsaussichten scheinbar ungetrübt.

Chaos auf den Anleihenmärkten

Die Lage auf den internationalen Anleihemärkten bereitet immer mehr Investoren Zahnschmerzen. Nicht nur Staaten wie Portugal, Italien, Irland, Griechenland, und Spanien (‚PIIGS‘) müssen eine steigende Zinslast auf ihre Schultern nehmen. Auf einmal steigt auch die Rendite der Anleihen Frankreichs, der Wirtschaft Nummer zwei der Eurozone. Auch Deutschland konnte bei der letzten Auktion seine 10-jährige Papiere nicht an den Mann (sprich: an die Banken) bringen, die Deutsche Bundesbank sprang zur Hilfe ein. Ergebnis: ein schneller Renditesprung von 1,90 Prozent auf 2,25 Prozent p.a. auch beim Musterknaben der Eurozone.

Złoty-Renditen leicht gestiegen

Auch die polnische Währung wird in den Sog negativer Nachrichten aus der Welt hineingezogen. Das Exposé von Donald Tusk hatte zwar positive Impulse für die Reformbereitschaft der neuen Regierung betonnt, neue Sparmaßnahmen sollen zudem die Staatsverschuldung weiterhin unter der 50 Prozent-Grenze des Bruttosozialprodukts halten. Unter anderem ist im Reformpaket die schrittweise Erhöhung des Rentenalters und die Abschaffung einiger Kinderfreibeträge enthalten. Doch: Das Ergebnis dieser Aktivitäten scheint unzureichend: Die Rendite polnischer Anleihen stieg leicht von 5,85 auf 6,20 Prozent por Jahr.

Die Nervosität der Märkte für Schuldverschreibungen steckt zunehmend die Währungsmärkte an. Die Währung Polens verlor gegenüber allen wichtigen Währung im Verlauf der letzten Woche sichtbar an Wert.

Der US-Dollar verteuerte sich um gut 4 Prozent gegenüber dem Złoty, der Preis für einen Schweizer Franken stieg um mehr als 3 Prozent,  der Euro-Złoty-Kurs um 2 Prozent . Die aktuellen Preise vom Freitag Mittag: Euro kostet 4,52 Złoty, ein US-Dollar 3,418 Złoty, ein Schweizer Franken 3,691 Zloty.

Kurze Złoty- Zinsen ziehen mit an

Auch die kurzen Złoty-Zinsen steigen langsam aber stetig, was dem WIBOR-Benchmark leicht zu entnehmen ist. Aktuelle WIBOR Werte vom 25.11.2011 (in % p.a., act/360 Tage) betrugen: ON: 4,55; 1W: 4,61; 1M: 4,75; 3M: 4,96, 6M: 4,97, 12M: 4,97.

 

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