Euro Złoty Bericht: polnische Währung bleibt stabil

Euro Zloty Report. Grafik: Polen.pl (JW)

Euro Złoty Report. Grafik: Polen.pl (JW)

(Warszawa, BD) Dem Złoty geht es wieder sehr gut. Nach der leichten Schwächephase letzte Woche steigt der Wert des Złoty wieder, was sich in Form fallender Kurse gegenüber den wichtigsten Währungen widerspiegelt.

Euro hilft nach

Von Wichtigkeit wird hierfür die gestrige Entscheidung des deutschen Bundestages sein, die Hilfsmaßnahmen für Griechenland zu genehmigen. Obgleich immer mehr Beobachter der Meinung sind, Griechenland würde es außerhalb der Euro-Zone leichter fallen, aus der Krise herauszukommen.

Die relative Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar gab der polnischen Währung auf jeden Fall positiven Antrieb, was in der Vergangenheit bereits mehrmals passiert war.

Mehr Vertrauen zu beobachten

Auch wenn der Anstieg der Renditen polnischer Anleihen in den letzten Monaten eher beschränkt war und der Vertrauensverlust nur begrenzt zu beobachten war,  geben neue Nachrichten aus diesem Marktsegment noch mehr Anlass zur Hoffnung auf andauernde Stabilität.

Im Segment der polnischen Staatsanleihen war die vorgestrige Auktion ein guter Stimmungsindikator: das polnische Finanzministerium bot kurzlaufende Schuldpapiere zum Kauf an; diese mit 52 Wochen Laufzeit im Volumen von 1-2 Milliarden Złoty. Dieses Angebot traf aber auf dreimal soviel Interesse der Käufer. Das nachgefragte Volumen betrug 6,7 Milliarden Złoty. Die Jahres-Rendite betrug schliesslich 4,48 Prozent, was ca. 50 Basispunkte (0,5%) unter dem 12M WIBOR (Benchmark für den Interbankenmarkt)  liegt.

Banken finden frisches Geld

Zwei polnische Banken, Getin Noble Bank und Aliorbank gaben bekannt, eigene Anleihen erfolgreich platziert zu haben. Getinbank, zu Leszek Czarnecki gehörend (unter den TOP 3 der reichsten Polen laut Forbes), konnte 241 Millionen Złoty von den Investoren leihen; die Aliorbank (Eigentümer: Carlo Tessaro Gruppe) sogar 280 Millionen. Nicht die Beträge stehen hier im Vordergrund, denke ich. Die Laufzeiten scheinen wichtiger zu sein: Getin muss das Geld nach sechs Jahren, Aliorbank sogar erst nach acht  Jahren zurückgeben. Die Zinsen, die die genanten Banken aufbringen müssen erinnern uns allerdings noch leicht daran, dass die Krise nicht ganz vorbei zu sein scheint: Aliorbank muss 6M WIBOR + 4,75% Punkte zahlen , GETIN Noble zahlt WIBOR 6M plus 3,75% Punkte (6M WIBOR betrug gestern: 4,97%). Bei einer Inflation von ca. 4% scheinen diese Renditen andererseits für beide Seiten akzeptabel zu sein.

Steht der totgesagte Markt der Bankenanleihen vor einer Auferstehung ?

Aktuelle Marktdaten von gestern (28.02.2012, 11H05):

EURPLN 4,165; USDPLN 3,096; CHFPLN 3,453; GBPPLN 4,913; JPYPLN 3,838/ 100

WIBOR (Zinsen in % p.a., tats. Tage/365) :

1M 4,74; 3M 4,96; 6M 4,98; 9M 4,98; 12M 4,98

 

 

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