EURPLN Report: Zloty verliert leicht mit dem EuroDollar

EUR-PLN Report

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Die gestern veröffentlichten Einzelhandelsszahlen für September 2010 vs. 2009 betrugen +8,6% und überraschten somit auf der positiven Seite. Im August hatte der Privatkonsum bei 6,6% gelegen.

Dies half dem Zloty aber nur wenig. Mit dem Rutsch des Euros ggü. US-Dollar unter die 1,38 Marke verlor auch die polnische Währung den positiven Antrieb. Ein Euro kostete heute Morgen 3,9510, ein US-Dollar 2,8720, das ist mehr als 2 Groschen ggü. gestern, der Schweizer Franken blieb fast unbewegt bei 2,899 Zlotys.

Der starke Privatkonsum stärkt in ihrer Meinung die jenigen Marktteilnehmer, die heute gegen 14 Uhr M.E.Z. eine Zinserhöhung durch den geldpolitischen Ausschuss RPP erwarten. Die Mehrheit der Experten meint aber, eine Erhöhung um 25 Basispunkte (von z.Zt. 3,5%)  sei frühestens im November zu erwarten.

Die Experten argumentieren, für eine Verteuerung der Kredite für Banken und somit für deren Kunden sei es noch zu früh, da der keimende Wirtschaftswachstum nicht die nötige Stabilität vorweise. Die steigende Rentabilität der polnischen Anleihen würde ausserdem den Wert der polnischen Währung weiter festigen und den polnischen Exporteuren erheblich schaden. Schon jetzt sind die meisten Emissionen der polnischen Staatsanleihen stark überzeichnet, obwohl deren Rendite weit unter der  Rendite griechischer und auch unter der ungarischer Schatzpapiere liegt.

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