Złoty Bericht: Kehrt die Ruhe wieder ein ?

Euro Zloty Report. Grafik: Polen.pl (JW)

Euro Złoty Report: Kehrt die Ruhe wieder ein?

(Warschau, BD) Die Kurse der polnischen Währung lassen vermuten, dass die letzten globalen Ägste zumindest vorübergehend vergessen sind.

Weder die letzten Nachrichten aus Japan noch die News von der Kriegsszene Libyens scheinen in der Lage zu sein, die noch letzte Woche vorherrschende Risikoaversion auf dem extrem hohen Niveau zu halten.

Eigentlich kann von einer Entwarnung gar nicht gesprochen werden. Die schlechten News scheinen allerdings alt – und deren Wirkung scheint daher immer mehr begrenzt zu sein.

Aus Polen selbst fehlen gute Nachrichten. Die Gesetzesnovelle des Rentenrechts ist eines der Hauptthemen, die das breite Publikum in Polen aktuell bewegen. Wie wir bereits berichtet hatten, sieht diese eine extreme Senkung (von 7,3 auf 2,3 Prozent) der Rentenbeiträge vor, die an die privaten Rentenfonds abgeführt werden. Die Gesetzesvorlage passierte letze Woche beide Parlamentskammern (Sejm und Senat) und muss noch durch den polnischen Präsidenten Komorowski unterschrieben werden.

Fast unbemerkt scheint dagegen die Nachricht den Markt passiert zu haben, dass grosse Ungenauigkeiten bei der Berechnung der polnischen Handelsbilanz festgestellt wurden. Mirosław Gronicki, Berater der polnischen Nationalbank NBP, hob in einem Interview hervor, dass die Position ‚Fehler und Ungenauigkeiten‘ (‚errors and imissions‘) eine Rekordhöhe von 4 Prozent des Bruttoinlandproduktes erreicht habe. Dies könnte auf die Unterbewertung der polnischen Importe im Wert von 10-15 Milliarden Euro zurückzuführen sein, schätzt die dänische Danske Bank in ihrem Wochenbericht namens ‚EMEA Weakly‘. Dies könnte entscheindend für die genaue Berechnung der Höhe des Bruttoinlandsproduktes und somit der Höhe der Relation zu der Staatsverschuldung sein.

Aktuelle Marktdaten vom 28.03.2011 (10:45):

Euro kostet 3,999 Złoty; US Dollar 2,845 ; GBP kostet 4,541 Złoty. Schweizer Franken notiert bei 3,097. WIG 20 bei 2822 Punkten; WIG bei 48682 Punkten . Polnsiche 6 Jahres- Staatspapiere bringen 5,92% p.a.; längere Anleihen bringen 6,4% p.a. bei Laufzeit von ca. 10 Jahren (Sept. 2022).

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