Zum 21. Todestag des polnisches Regisseurs Konrad Nałęcki

Fernsehgeschäft in Polen. Foto: Polen.pl (AS)

Vier Panzersoldaten und ein Hund: Immer noch Kult im Fernsehen

(München, MR) „Vier Panzersoldaten und ein Hund“ mit Janek, Gustlik, Grigorij, Olgierd und dem Schäferhund Scharik ist ein Klassiker des polnischen Fernsehens. Bereits bei der Erstausstrahlung 1966 wurde das ungewöhnliche Quintett zum Kult und auch heute noch werden die Abenteuer der vier mutigen polnischen Soldaten und ihres hündischen Begleiters regelmäßig ausgestrahlt. Deutlich unbekannter als die Helden der Serie ist der Regisseur des Klassikers, Konrad Nałęcki. Heute vor 21 Jahren ist er in Warschau gestorben.

Krieg als Lebensbegleiter

Das Thema Krieg begleitete Nałęcki Zeit seines Lebens. Am 29. Oktober 1919 in Piotrków Trybunalski unweit von Lodz geboren, wurde er 1938 eingezogen. Sein Dienst währte nicht lang, ein Jahr später wurde Konrad Nałęcki schwer verletzt und vom Militärdienst befreit.

Doch das Jahr prägte den jungen Nałęcki stark. Ins Militär zurückkehren wollte er nicht, zu sehr waren die Schrecken des Krieges präsent. Dem erneuten Dienst an der Waffe entkam er im letzten Moment: 1946 begann er sein Studium an der Krakauer Kunsthochschule, dann 1949 an der bekannten Nachwuchsschmiede des polnischen Films, der Filmhochschule Lodz.

Der Krieg ließ ihn Zeit seines Lebens nicht los. Doch anstatt in blinder Wut nach schuldigen zu suchen zeigte Nałęcki bereits in seinem Debütfilm „Dwoje z wielkiej rzeki“ (dt.: Die zwei vom großen Fluss, 1958) einen reflektierten Umgang mit den stark beschädigten deutsch-polnischen Beziehungen. In dem 90-Minüter stellt Nałęcki den unvergessenen Hass, die gepflegte Feindschaft und die vergreiste Wut der älteren Generation der Polen und Deutschen, die den II. Weltkrieg miterlebt haben und das unvoreingenommene Interesse der jungen Generation für den anderen, gegenüber.

Sein größter Erfolg ist und bleibt allerdings die Kultserie „Vier Panzersoldaten und ein Hund“, die ihn ein stückweit unsterblich gemacht hat.

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  1. Halina Höller

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