Fahrkartenkauf in der Tram, bargeldlos. Foto: Polen.pl

Fahrkartenkauf in der Tram, bargeldlos. Foto: Polen.pl

Cash is Queen – Bargeldlos zahlen in Polen

Steht eine Kreditkarte mit kontaktloser Bezahlfunktion schon auf Ihrer Packliste für die nächste Reise nach Polen? Wenn nicht, sollten Sie dies vielleicht noch einmal überdenken. Denn anders als in Deutschland ist das Bezahlen mit Karte in Polen mittlerweile sehr verbreitet. Wer ein Bankkonto besitzt, hat fast immer auch eine Kreditkarte mit kontaktloser Bezahlfunktion. Und die Händler haben sich darauf eingestellt – vom Supermarkt bis zum kleinen Kiosk.

Ticketkauf in der Tram.

Das soll nicht heißen, dass man nicht weiterhin mit Bargeld zahlen kann. Aber östlich der Oder ist Cash eben vielerorts nicht mehr King, sondern höchstens Queen. Während man in Berlin in der Straßenbahn ausschließlich mit Münzen ein Ticket kaufen kann, ist es in Stettin genau umgekehrt: Hier kann man in vielen Trams nur noch mit Karte zahlen – am besten kontaktlos.

Falls Sie noch keine Kreditkarte haben: Viele der deutschen Direktbanken bieten kostenlose Konten an, welche auch eine kostenlose Kreditkarte beinhalten. Oft kann man mit diesen Karten auch im Ausland kostenlos Geld abheben und bekommt sogar eventuell anfallende Automatengebühren erstattet. Das bargeldlose Bezahlen in Fremdwährung ist allerdings manchmal mit einer geringen Gebühr verbunden.

Touristenfalle Währungsumrechnung

Übrigens: Egal ob beim bargeldlosen Zahlen oder beim Geldabheben – Sie sollten darauf achten, dass der Betrag in der ausländischen Währung abgebucht wird. Gehen Sie nicht auf das Angebot zur Umrechnung ein. Der Kurs, den Ihre Bank berechnet, ist höchstwahrscheinlich besser als jener, der ihnen vom Automaten angeboten wird.

5 Kommentare

  • Jens Hansel

    2. Oktober 2017 bei 12:43

    Wenn ich als „alter Hase“ hier noch mal auf das Thema DDC zurückkommen darf: Wir als Polen.pl schreiben uns ein bisschen auf die Fahnen, als erste zu diesem Thema zum Problem in Polen umfassend berichtet zu haben. 🙂 Im Ernst: Andreas, unser Redakteur aus Tantow, hat vor einigen Jahren umfangreich dazu recherchiert und einige Beiträge veröffentlicht. Zum Beispiel hier (http://polen-pl.eu/gute-karten-mit-kreditkarten-in-polen/) oder hier (https://www.polen-pl.eu/tipps-zur-em-kostenfallen-beim-bezahlen-in-polen/). Darüber hinaus haben wir für ein großes TV-Medium dazu Material zugeliefert und Andreas trat dazu auf den TV-Bildschirmen auf. In diesem Thema kann er ganz sicher einiges beitragen.

    Übrigens sind diese Artikel aus 2012 immer noch Dauerbrenner, was die Zugriffszahlen anbetrifft.

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  • Denis Mayer

    2. Oktober 2017 bei 8:55

    Hallo Konstantin,
    du solltest mal einen Artikel über das Thema DCC (Dynamic Currency Conversion) schreiben. Das ist leider eine sehr weit verbreitete Unsitte in Polen, die manchmal sogar darin gipfelt (besonders in Grenznähe) das durch das Verkaufspersonal im POS Terminal auf die EUR Taste gedrückt wird (ohne den Kunden vorher zu fragen) und man gar keine Wahl hat als den teuren Aufschlag (3 bis über 10%) zu zahlen.

    PS: Und ich weiß natürlich das es umgedreht Polen in Deutschland genauso ergehen kann.

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  • Denis Mayer

    2. Oktober 2016 bei 16:04

    Als Antwort auf Konstantin Schubert.
    Hallo Konstantin,
    verhindern kann man das nur bei kontaktloser Zahlung. Da wird immer in der Heimatwährung des POS Terminals abgerechnet. Allerdings ist der Maximalbetrag für kontaktloses Zahlen in Polen nur 50 PLN, was sehr gering ist, in D sind es wenigstens 25 €. Auch verhindern kann man es bei Zahlung mit Amex, da gibt es sowas nicht. Amex akzeptiert aber nicht jeder.
    Wenn Du dich dazu etwas belesen willst, dann schau mal hier:
    http://www.vielfliegertreff.de/kreditkarten/91138-haendler-besteht-auf-abbuchung-eur-anstatt-lokaler-waehrung-wie-reagieren.html
    oder hier
    http://www.flyertalk.com/forum/credit-card-programs/1542983-dynamic-currency-conversion-dcc-master-thread-161.html

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  • Konstantin Schubert

    2. Oktober 2016 bei 11:55

    Als Antwort auf Denis Meyer.
    Stimmt. Das hat mich auch schon erwischt. Warum machen die Verkäufer das? Wie kann ich das verhindern? Kann ich das am Terminal sehen, bevor ich zahle? Wenn Du ein paar Hintergrundinformation dazu hast, hilft mir das vielleicht einen Artikel zu schreiben. Übrigens bist Du auch sehr gerne eingeladen, selbst einen Artikel zu schreiben 🙂 Du scheinst dich ja ein bisschen auszukennen. Wir können als sehr kleiner Verein leider kein Honorar zahlen, aber wir freuen uns sehr über Beiträge.

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  • Deutsch Pole

    2. Oktober 2016 bei 11:11

    Als Antwort auf Konstantin Schubert.
    Also der einzige Vorteil liegt darin, wenn man gerade nicht soviel Bargeld dabei hat und zu Faul ist zum nächsten Geldautomaten zu laufen. Ansonsten ist es weder signifikant schneller noch in irgendeinrweise praktischer.
    Übrigens empfehle ich jedem seine Bankkarte/Kreditkarte sowie andere Karten mit RFID-Chip in eine isolierende Schutzhülle zu stecken um unbefugtes Auslesen zu verhindern. Gleiches gilt für diese neuen, unsäglichen Personalausweise und Reisepässe mit RFID-Chip.
    Ich habe zumindest kein Smartphone und schalte mein Handy regelmäßig aus. Auch habe ich keinen Facebook-Account und bin auch sonst in keinem der sogenannten sozialen Netzwerke aktiv. Ich achte sehr genau auf meine digitale Privatssphäre.

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