Das Jahr 1989 gilt als Symbol des Umbruchs und als Ausgangspunkt einer neuen Ära. Der Zusammenbruch der sozialistischen Staatenwelt in Ost(mittel)europa leitete den Zerfall der Sowjetunion ein und beendete die Jahrzehnte andauernde Blockkonfrontation zwischen den Supermächten USA und UdSSR sowie ihren Verbündeten. Es wirkte so, als würde der Liberalismus seinen Siegeszug im ehemaligen Ostblock halten, das Ende der Geschichte (Francis Fukuyama) schien erreicht und eine neue Zeit angebrochen. Doch das Jahr 1989 brachte nicht nur weltpolitische Umbrüche mit sich. Der politische Wandel bedeutete für viele Menschen auch einschneidende biographische Veränderungen: Eine Welt endete und eine neue begann.

1989 – Ende einer alten, Anfang einer neuen Welt? / 1989 – Was bleibt?

Datum/Zeit
Date(s) - 17/10/2019 - 16/12/2019
18:30 - 20:30

Veranstaltungsort
Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen

Kategorien


Das Jahr 1989 gilt als Symbol des Umbruchs und als Ausgangspunkt einer neuen Ära. Der Zusammenbruch der sozialistischen Staatenwelt in Ost(mittel)europa leitete den Zerfall der Sowjetunion ein und beendete die Jahrzehnte andauernde Blockkonfrontation zwischen den Supermächten USA und UdSSR sowie ihren Verbündeten. Es wirkte so, als würde der Liberalismus seinen Siegeszug im ehemaligen Ostblock halten, das Ende der Geschichte (Francis Fukuyama) schien erreicht und eine neue Zeit angebrochen.
Doch das Jahr 1989 brachte nicht nur weltpolitische Umbrüche mit sich. Der politische Wandel bedeutete für viele Menschen auch einschneidende biographische Veränderungen: Eine Welt endete und eine neue begann. Die Veranstaltungsreihe begibt sich auf die Spuren dieses Umbruchs. In unterschiedlichen Veranstaltungen und Formaten kommen Wissenschaftler*innen und Zeitzeug*innen aus verschiedenen Ländern sowie ein Filmemacher zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen und Beobachtungen. Dadurch wird ein Vergleich möglich, wie unterschiedlich bzw. parallel die Ereignisse 1989 abliefen und empfunden wurden. Wie verschieden sich danach die politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Entwicklungen gestalteten, aber auch, wie und was heute von der untergegangenen Welt des Sozialismus erinnert wird.
Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „1989 – Was bleibt?“ der Abteilung Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Bremen und der Veranstaltungsreihe „1989 – Ende einer alten, Anfang einer neuen Welt?“ der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen statt. Gefördert werden beide Reihen mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

1989 – Ende einer alten, Anfang einer neuen Welt?

Piotr Perkowski: Polen 1989 und heute
Vortrag und Gespräch in englischer Sprache
Do. 17.10.2019, 18:30

Irina Flige: Die UdSSR 1989 und Russland heute
Vortrag und Gespräch in russischer Sprache mit Übersetzung
Di. 22.10.2019, 18:30

Júlia Klaniczay: Ungarn 1989 und heute
Vortrag und Gespräch in englischer Sprache
Di. 29.10.2019, 18:30

Peter-Christian Bürger: Die DDR 1989 und die Bundesrepublik heute
Vortrag und Gespräch
Di. 12.11.2019, 18:30

Pavel Kolář: Die ČSSR 1989 und Tschechien heute
Vortrag und Gespräch
Mo. 18.11.2019, 18:30

1989 – Was bleibt?

 

Gelebte Versöhnung
Lesung und Gespräch mit Friedrich Magirius
Mi. 18.09.2019, 19:00

Vorboten des Wandels: Die westdeutschen Unterstützergruppen der Gewerkschaftsbewegung „Solidarność”
Vortrag und Gespräch
Mo. 30.09.2019, 19:00

Andrzej Leder und Magdalena Grabowska: Difficult Legacies of 1989 and the New Hegemonies in Eastern Europe

Podiumsgespräch in englischer Sprache
Workshop in englischer Sprache

Mi. 06.11.2019, 9:00-16:00

War das unsere Alternative?! Links sein in Ostdeutschland vor und nach 1989

Diskussionsabend mit Aktivist*innen aus Dresden
Mi. 13.11.2019, 19:00

Ein feministischer Blick auf die Wende

Gespräch mit Samirah Kenawi
Di. 26.11.2019, 18:30

Marcus Böick: Die Treuhand. Idee – Praxis – Erfahrung

Buchvorstellung
Do. 05.12.2019, 19:00

Filmvorführung (228 Minuten)
anschließend Gespräch mit dem Regisseur Thomas Heise

Do. 12.12.2019, 17:30

Filmvorführung (30 Min.) / (90 Min.)
anschließend Gespräch mit dem Regisseur

Fr. 13.12.2019, 17.30

Filmvorführung (168 Min.)
Mo. 16.12.2019 17.45

 

Veranstalter und Kontakt:

Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen
Klagenfurter Straße 8
28359 Bremen

Telefon 0421-218-69600
fso@uni-bremen.de
https://www.forschungsstelle.uni-bremen.de

Abteilung Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas im 19. und 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt Polen der Universität Bremen
Klagenfurter Straße 8
28359 Bremen

Telefon 0421–218 67369
gthieman@uni-bremen.de

Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Anna studierte in Münster und Regensburg Vergleichende Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft und Geschichte mit den Schwerpunkten Polen und Frankreich. Außerdem interessiert sie sich sehr für Russland. Zahlreiche, teilweise längere Aufenthalte in Polen, vor allem Praktika in Warschau, brachten ihr Sprache, Land und Leute näher. Bei Polen.pl kümmert sie sich gemeinsam mit Jutta um die allmonatliche deutsch-polnische Terminübersicht ‘Co się dzieje’ und schreibt in den Rubriken Kultur, Gesellschaft und Politik.

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