Vor dreißig Jahren öffnete sich die Grenze zwischen Ungarn und Österreich, ein paar Monate später fiel die Berliner Mauer. Damals herrschte die optimistische Einschätzung vor, dass sich mit dem Zusammenbruch des kommunistischen „Ostblocks“ das Gesellschaftsmodell der liberalen Demokratie als Siegerin der Geschichte erweisen würde. Die Entwicklungen seit 1989 bieten jedoch, nicht nur in Osteuropa, ein komplexeres Bild. Das Nebeneinander von EU-Integration, dem Aufstieg illiberaler Demokratien, wachsender Wirtschaftsbeziehungen und bewaffneter Konflikte erscheint vielen BeobachterInnen widersprüchlich und unerklärbar.

30 Jahre ‚Wende‘ in Osteuropa – 10 Jahre Osteuropa-Studien Bern-Fribourg, Bern/Fribourg 17.-18.10.2019

Datum/Zeit
Date(s) - 17/10/2019 - 18/10/2019
15:30 - 17:30

Veranstaltungsort
Universität Bern

Kategorien


Vor dreißig Jahren öffnete sich die Grenze zwischen Ungarn und
Österreich, ein paar Monate später fiel die Berliner Mauer. Damals
herrschte die optimistische Einschätzung vor, dass sich mit dem
Zusammenbruch des kommunistischen „Ostblocks“ das Gesellschaftsmodell
der liberalen Demokratie als Siegerin der Geschichte erweisen würde.

Die Entwicklungen seit 1989 bieten jedoch, nicht nur in Osteuropa, ein
komplexeres Bild. Das Nebeneinander von EU-Integration, dem Aufstieg
illiberaler Demokratien, wachsender Wirtschaftsbeziehungen und
bewaffneter Konflikte erscheint vielen BeobachterInnen widersprüchlich
und unerklärbar. „Der Osten“ ist unbequem geblieben und fordert Europa
bis heute heraus, nicht zuletzt auch durch seine große Heterogenität.
Dies nahmen die Universitäten Bern und Fribourg im Jahr 2009 zum
Anlass, das gemeinsame interdisziplinäre Studienprogramm
„Osteuropa-Studien“ ins Leben zu rufen.

Anlässlich ihres 10 jährigen Bestehens ziehen die Osteuropa-Studien
Bern-Fribourg Bilanz und diskutieren im Rahmen eines öffentlichen
Anlasses und einer wissenschaftlichen Tagung über das Verhältnis
zwischen Osteuropa, Europa und der Schweiz seit 1989.

*Programm*

DONNERSTAG, 17. Oktober 2019:
Veranstaltungsort: Auditorium Maximum (1. OG), Universität Bern,
Hauptgebäude, Hochschulstrasse 4, 3012 Bern

15.30–16.45
Austausch zwischen Alumni und Studierenden

17.00–17.30
Begrüssung durch Rektor Prof. Dr. Christian Leumann,
Dekanin Prof. Dr. Elena Mango, Dekanin Prof. Dr. Bernadette Charlier
und Studienleiterin Prof. Dr. Julia Richers

17.30–18.30
From the Round Table to the European Union. 30 Years of
Transformation in Poland and Central and Eastern Europe: Keynote von
Aleksander Kwaśniewski, Staatspräsident Polens 1995–2005

18.45–20.15
Kontakt, Konflikt, Kapital – Die Schweiz und das östliche Europa:
Podiumsdiskussion mit Christof Franzen (SRF), Christine Honegger
(EDA), Philipp Egger (GRS), Stefan Kube (G2W) und Christophe von Werdt
(Moderation)

20.15–21.30
Apéro riche im Restaurant «Grosse Schanze»

FREITAG, 18. Oktober 2019
Veranstaltungsort: Raum MIS10 01.13, Universität Fribourg,
Miséricorde, Rue de Rome 1, 1700 Fribourg

9.30–10.00
Opening Remarks

10.00–12.00
Panel: Memory Cultures and Politics of History
Regina Fritz, Ekaterina Makhotina, Oksana Myshlovska
Chair: Julia Richers (Universität Bern)
Discussant: Carmen Scheide (Universität Bern)

12.00–13.00
Buffet Lunch

13.00–15.00
Panel: The Year «1989» and Its Different Political Meanings 30 Years Later
András Bozóki, Paulina Codogni, Darina Malová
Chair: Nicolas Hayoz (Universität Fribourg)
Discussant: Jiří Pehe (New York University)

15.00–15.30
Coffee Break

15.30–17.30
Panel: Migration to and from Central, Eastern and Southeastern Europe
Joanna Kosmalska, Attila Melegh, Marta Stojić Mitrović
Chair: Eva Maurer (Universität Bern, SOB)
Discussant: Matthieu Gillabert (Universität Fribourg)

*Kontakt*

Sarah Köppel

Universität Bern, Osteuropa-Studien Bern-Fribourg

Email: osteuropa-studien@hist.unibe.ch

Weitere Informationen hier.

Anna studierte in Münster und Regensburg Vergleichende Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft und Geschichte mit den Schwerpunkten Polen und Frankreich. Außerdem interessiert sie sich sehr für Russland. Zahlreiche, teilweise längere Aufenthalte in Polen, vor allem Praktika in Warschau, brachten ihr Sprache, Land und Leute näher. Bei Polen.pl kümmert sie sich gemeinsam mit Jutta um die allmonatliche deutsch-polnische Terminübersicht ‘Co się dzieje’ und schreibt in den Rubriken Kultur, Gesellschaft und Politik.

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