900 Jahre jüdisches Leben in Schlesien

Datum/Zeit
Date(s) - 04/07/2019
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort
Martin-Opitz-Bibliothek

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Buchvorstellung/Vortrag in Kooperation mit der VHS Herne

Das Buchprojekt zur Geschichte der Juden in Schlesien, eine Kooperation des Institutes für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ) mit dem Jüdisch-Historischen Institut in Warschau, der Universität Breslau und dem Leo Baeck-Institut (New York/ London/ Jerusalem), bietet die einmalige Gelegenheit, die Disparität des historischen Bewusstseins beider Länder zu überbrücken. Vorgesehen ist ein Sammelband, zu dem die beteiligten deutschen und polnischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jeweils Einzelbeiträge liefern. Der zeitliche Rahmen umfasst in erster Linie die Jahrhunderte von 1740 bis zur Nachkriegszeit, ohne jedoch das Mittelalter und die Frühe Neuzeit aus den Augen zu verlieren. Anknüpfend an einen weit gefassten kulturgeschichtlichen Ansatz wird die Geschichte der schlesischen Juden nicht nur in einem umfassenden jüdischen Bezugsrahmen zu erzählen sein, sondern diese vollzieht sich zugleich an den Schnittstellen von jüdischer und allgemeiner, d.h. deutscher, polnischer und europäischer Geschichte.

Der Referent des Abends, Professor em. Arno Herzig, begleitet das Projekt an maßgeblicher Stelle und stellt seinen Beitrag dazu vor. Er wurde in Albendorf (Schlesien) geboren und lehrte Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Hamburg. Seine wesentlichen Arbeitsschwerpunkte sind die Schlesienforschung und die Deutsch-jüdische Geschichte.

Jutta verbrachte zwei Semester ihres Politikstudiums in Warschau. Vier Jahre lang koordinierte sie außerdem im Museum des Warschauer Aufstands internationale Begegnungsprojekte. Dabei schaute sie den Kollegen im Stefan Starzynski Institut über die Schulter, die kulturelle Projekte rund um die dynamische Entwicklung Warschaus organisieren, um den Warschauern zu zeigen, in was für einer interessanten Stadt sie leben. Kein Wunder also, dass sie Warschau für die spannendste europäische Metropole hält! Nach einem weiteren kommunikationswissenschaftlichen Studium ist sie nun im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig. Für Polen.pl schreibt sie seit 2012, natürlich am liebsten über die polnische Hauptstadt, außerdem über Erinnerungskultur in Deutschland und Polen und die Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Mit Anna zusammen erstellt sie den Kalender „Co się dzieje“.

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