Erste Begegnung - Zbigniew Herbert: Die von Zuzanna Kofta kuratierte Ausstellung präsentiert Zeichnungen, Gedichte und Zitate des Dichters sowie Gemälde und Zeichnungen dreier polnischer Maler: Mikołaj Chylak, Wojciech Cieśniewski und Mariusz Woszczyński.

Ausstellung: Erste Begegnung – Zbigniew Herbert

Datum/Zeit
Date(s) - 29/11/2018 - 20/02/2019
10:00 - 18:00

Veranstaltungsort
Polnisches Institut Berlin

Kategorien


Vernissage: 29.11.2018 / 19:00 (Einlass 18:30)
Ehrengast: Katarzyna Dzieduszycka-Herbert (Übersetzerin, Nachlassverwalterin und Witwe von Zbigniew Herbert)
Die erste Begegnung mit etwas, was uns vertraut ist, Verwunderung und Begeisterung, wenn wir zum ersten Mal etwas sehen, was wir von Fotos kennen. Die Begegnung mit etwas Nahestehendem …
Diese Gefühle kannte Zbigniew Herbert (1924–1998), dessen Leidenschaft die Kunst war, zweifellos. In Polen herrschte der Kommunismus, so dass Herbert erst im Jahre 1958 zu seiner ersten Europareise aufbrechen konnte. Er wollte seine Sehnsuchtsorte besuchen, die er bis dahin nur von Reproduktionen und aus Büchern kannte.
Aus seinen Texten, die diese Reisen dokumentieren, wie z. B. den Essays „Ein Barbar in einem Garten“, spricht eine Persönlichkeit, welche die Schönheit dieser Welt analysiert und betrachtet.
Durch die Ausstellung wollen wir Zbigniew Herbert nicht auf klassische Weise als Dichter zeigen, sondern als Menschen, der durch unzählige Reisen versucht hat, seine Identität als Europäer zu ergründen. Auf seinen Reisen begleitete ihn ein Skizzenbuch, in dem er Zeichnungen machte, um Wesen und Charakter der besuchten Orte tiefer zu erfassen.
Die von Zuzanna Kofta kuratierte Ausstellung präsentiert Zeichnungen, Gedichte und Zitate des Dichters sowie Gemälde und Zeichnungen dreier polnischer Maler: Mikołaj Chylak, Wojciech Cieśniewski und Mariusz Woszczyński. Allen drei Künstlern steht das Werk Herberts sehr nahe. Mit dem Dichter verbindet sie auch die Faszination für die Mythologie, die Tradition und die Welt des Mittelmeerraums. Die Bilder, die wir zeigen, sind nicht nur Illustrationen zu Texten Zbigniew Herberts, sondern auch Versuche, die gleiche Leidenschaft künstlerisch zu verarbeiten.
Öffnungszeiten: Di–Fr 10:00–18:00
Eintritt: frei
Ort: Polnisches Institut, Burgstraße 27, 10178 Berlin

Das Land an der Weichsel hat das Interesse des in der Schweiz lebenden Agraringenieurs und Eisenbahnplaners vor über zehn Jahren geweckt und ihn seitdem nicht mehr losgelassen. In Berlin aufgewachsen, fand er es unpassend, sich in Afrika und im Nahen Osten besser auszukennen, als in seinem Nachbarland. Nachdem sich die Polnische Sprache vehement gegen das Lernen lassen gesträubt hat, hat er diese Herausforderung angenommen und ringt noch immer mit ihr. Er reist jährlich nach Polen und entdeckt ein spannendes und kulturell reiches Land mit sehr angenehmen Menschen. Wenn er Zeit findet, befasst er sich als Genealoge mit der Erforschung der Geschichte seiner aus dem damaligen Hinterpommern und Ostpreussen stammenden Vorfahren.

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