BRACHA / BLESSING. Back to Polish Shtetls. Agnieszka Traczewska

Datum/Zeit
Date(s) - 03/04/2019 - 14/06/2019
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Veranstaltungsort
Polnisches Institut Düsseldorf

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BRACHA / BLESSING. Back to Polish Shtetls. Agnieszka Traczewska

Eröffnung: Dienstag, 02.04.2019, 19.00 Uhr

Einführung: Agnieszka Traczewska, Fotografin

Prof. Dr. Marion Aptroot, Leiterin des Instituts für Jüdische Studien an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Galerie des Polnischen Instituts Düsseldorf, Citadellstr. 7

Ausstellungsdauer: 03.04. – 14.06.2019

Die Gestalten chassidischer Juden aus Galizien – aus Orten wie Bobowa, Lelów, Góra Kalwaria, Rymanów oder Bochnia – begegnen uns meist auf uralten Bildplatten. Doch Agnieszka Traczewska ist eine zeitgenössische Fotografin. Sie dokumentiert, wie heute die Nachkommen der einst in diesen Orten lebenden Juden die Überreste der Synagogen und die Friedhöfe besuchen. In ihren Fotografien begegnen sich zwei Welten: eine, die von zerstörten Matzewas markiert wird, und eine, die von heutigen Menschen geschaffen wird, deren Anblick aber den Eindruck vermittelt, die Zeit sei stehengeblieben.

Traczewska zeigt die „Jorzajten“, die Pilgerfahrten, in deren Rahmen Chassidim aus der ganzen Welt an deren Todestag die Gräber der Zaddikim aufsuchen. Sie glauben, dass an diesem besonderen Tag die Seele eines Zaddiks auf die Erde zurückkehrt und dass seine Fürbitte Gottes Segen erwirken kann.

Traczewskas Fotografien geben Einblick in eine normalerweise verschlossene Welt. Sie besitzen historischen Wert, vor allem aber sind sie intime Porträts von Menschen, die das Geheimnis des Glaubens erfahren.

Kooperation: Institut für Jüdische Studien der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Jüdische Kulturtage im Rheinland, Festival der Jüdischen Kultur Krakau, Made in Dialog. Freundeskreis des Polnischen Instituts Düsseldorf e.V., Kulturamt Düsseldorf

LITERATUR

Literarische Porträts der Städte sind keine Geschichtsdokumente, sondern vielmehr Texte, die eine bestimmte Atmosphäre vermitteln. Literarische Fiktion hilft unseren Lebensraum besser zu verstehen, aber auch ihn neu zu kreieren.

 

Das Land an der Weichsel hat das Interesse des in der Schweiz lebenden Agraringenieurs und Eisenbahnplaners vor über zehn Jahren geweckt und ihn seitdem nicht mehr losgelassen. In Berlin aufgewachsen, fand er es unpassend, sich in Afrika und im Nahen Osten besser auszukennen, als in seinem Nachbarland. Nachdem sich die Polnische Sprache vehement gegen das Lernen lassen gesträubt hat, hat er diese Herausforderung angenommen und ringt noch immer mit ihr. Er reist jährlich nach Polen und entdeckt ein spannendes und kulturell reiches Land mit sehr angenehmen Menschen. Wenn er Zeit findet, befasst er sich als Genealoge mit der Erforschung der Geschichte seiner aus dem damaligen Hinterpommern und Ostpreussen stammenden Vorfahren.

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