Das Architekturbüro Biuro Projektów Lewicki Łatak

Datum/Zeit
Date(s) - 23/05/2019
19:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Architektur Galerie Berlin – SATELLIT

Kategorien


Eintritt: frei

Öffnungszeiten: Di–Fr 14:00–19:00,  Sa 12:00–18:00

Ort: Architektur Galerie Berlin – SATELLIT, Karl-Marx-Allee 98, 10243 Berlin

Vernissage: Do / 23.05.2019 / 19:00

Die Frage nach dem „genius loci“ ist so alt wie die Architektur selbst. Dennoch ist die Suche nach formalen und/oder historischen Besonderheiten des Ortes als Ausgangspunkt einer gestalterischen Interpretation kein Auslaufmodell. Das Gegenteil ist der Fall: Je globaler die inhaltlichen, wirtschaftlichen und technischen Parameter beim Bauen werden, desto mehr gewinnt die Frage an Bedeutung, wie zeitgenössische Architektur gelingen kann, die nicht beliebig und austauschbar ist.

Die intensive Beschäftigung mit diesem Thema prägt die Arbeit der Krakauer Architekten Lewicki Łatak auf besondere Art und Weise. In ihrer Ausstellung stellen sie fünf Projekte exemplarisch vor. Die Gestaltung des Platzes der Helden des Krakauer Ghettos (2005) erzählt dessen Geschichte anhand von bronzenen Replika, die auf die zahllosen übrig gebliebenen Gegenstände nach der Liquidierung 1943 verweisen. Drei weitere Projekte thematisieren materielle bzw. formale Eigenschaften ihres Ortes. Während das Mehrfamilienhaus „Corte Verona” (2010) die in Kraków seit Jahrhunderten praktizierte Verwendung von Ziegeln zeitgenössisch interpretiert, gibt „der „Airdive Tunnel“ in Mory (2014) einem gesichtslosen Gewerbegebiet eine Art formalen Identitätspunkt. Die auf einer weiten Wiese gelegene Cracovia-Sporthalle in Kraków (2018) wiederum nimmt gestalterisch die Eigenschaften der sie umgebenden Landschaft auf. Der bislang unrealisierte Entwurf für eine Fußgängerbrücke (2006) über die durch Kraków fließende Weichsel sucht eine ästhetische Verbindung zwischen der nahe gelegenen Flussbiegung mit den Niveaus der Stadtteile, die sie verbindet.

Das Biuro Projektów Lewicki Łatak wurde 1995 von Kazimierz Łatak und Piotr Lewicki gegründet. Seitdem haben sie zahlreiche Wettbewerbe gewonnen und Bauten realisiert. Mit der Ausstellung setzt die Architektur Galerie Berlin ihre Beschäftigung mit der zeitgenössischen Architektur Polens fort.

Veranstalter: Architektur Galerie Berlin und Biuro Projektów Lewicki Łatak in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin

 

Das Land an der Weichsel hat das Interesse des in der Schweiz lebenden Agraringenieurs und Eisenbahnplaners vor über zehn Jahren geweckt und ihn seitdem nicht mehr losgelassen. In Berlin aufgewachsen, fand er es unpassend, sich in Afrika und im Nahen Osten besser auszukennen, als in seinem Nachbarland. Nachdem sich die Polnische Sprache vehement gegen das Lernen lassen gesträubt hat, hat er diese Herausforderung angenommen und ringt noch immer mit ihr. Er reist jährlich nach Polen und entdeckt ein spannendes und kulturell reiches Land mit sehr angenehmen Menschen. Wenn er Zeit findet, befasst er sich als Genealoge mit der Erforschung der Geschichte seiner aus dem damaligen Hinterpommern und Ostpreussen stammenden Vorfahren.

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