Das schlesische Elysium – Buchpräsentation

Datum/Zeit
Date(s) - 12/09/2019
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Buchbund - deutsch-polnische Buchhandlung

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Im 19. Jahrhundert entstand im Hirschberger Tal im Riesengebirge eine der bedeutendsten Kulturlandschaften Mitteleuropas. Der Stil der Burgen und Schlösser, Herrenhäuser und Parkanlagen, die ursprünglich im Besitz großer deutscher und polnischer Adelsgeschlechter waren, atmete den Geist der europäischen Romantik. Bei ihrer Errichtung wirkten herausragende Architekten und Gartenbauer wie Karl Friedrich Schinkel und Friedrich August Stüler mit. Im 19. Jahrhundert verlegte der preußische Hof eine seiner Sommerresidenzen hierher. An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert entdeckte das Bürgertum das Tal als Reise- und Urlaubsgebiet. Caspar David Friedrich, Sebastian C. Ch. Reinhardt, Ludwig Richter, Johann Wolfgang von Goethe und viele andere Maler und Schriftsteller hinterließen schriftliche und visuelle Zeugnisse ihres Aufenthalts in der Region. In den vier Jahrzehnten nach 1945 verfielen viele der Baudenkmäler. Ihre Erforschung und Restaurierung setzte erst Ende der 1980er Jahre ein. Gleichzeitig entwickelte sich dieser Teil Schlesiens zu einem der bedeutendsten Tourismuszentren.

Der vorliegende Band, der historisches Faktenwissen mit spannender Darstellung verbindet, bietet eine Gesamtschau der kunst- und kulturgeschichtlich großartigen Baudenkmäler des Hirschberger Tals. Sie wird durch Kurzbiografien der Persönlichkeiten aus Politik und Kultur ergänzt, die hier ihre Wirkungsstätte hatten.

»Das Buch lädt zum bloßen Genießen ein, man ist schon ein wenig dort, bevor man vielleicht wirklich hinfährt.«
SR2 Kulturradio

Bebilderte Buchpräsentation der 4., überarbeiteten Auflage des Kulturreiseführers.
Mit Autor Arne Franke

Arne Franke studierte in Frankfurt/Main Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Architekturgeschichte und Denkmalp­flege. Er ist in den Kulturregionen Ostmitteleuropas als Studienreiseleiter und Fachautor tätig und konzipierte als Kurator mehrere zweisprachige Ausstellungen, darunter »Das Tal der Schlösser und Gärten. Das Hirschberger Tal in Schlesien. Ein gemeinsames Kulturerbe« und »Kirchenburgen in Siebenbürgen«

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa.

Jutta verbrachte zwei Semester ihres Politikstudiums in Warschau. Vier Jahre lang koordinierte sie außerdem im Museum des Warschauer Aufstands internationale Begegnungsprojekte. Dabei schaute sie den Kollegen im Stefan Starzynski Institut über die Schulter, die kulturelle Projekte rund um die dynamische Entwicklung Warschaus organisieren, um den Warschauern zu zeigen, in was für einer interessanten Stadt sie leben. Kein Wunder also, dass sie Warschau für die spannendste europäische Metropole hält! Nach einem weiteren kommunikationswissenschaftlichen Studium ist sie nun im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig. Für Polen.pl schreibt sie seit 2012, natürlich am liebsten über die polnische Hauptstadt, außerdem über Erinnerungskultur in Deutschland und Polen und die Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Mit Anna zusammen erstellt sie den Kalender „Co się dzieje“.

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