Der Kampf um Polen 1918

Datum/Zeit
Date(s) - 03/05/2018
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Polnisches Institut Leipzig

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Die abenteuerliche Gründung der Zweiten Polnischen Republik
Festvortrag von Wolfgang Templin zum polnischen Nationalfeiertag aus Anlass der Verabschiedung der Verfassung vom 3. Mai 1791
Wolfgang Templin erzählt die unwahrscheinliche und abenteuerliche Geschichte der zweiten Gründung des polnischen Staates: Nach 123 Jahren der Aufteilung zwischen Russland, Österreich und Preußen ließen die Polen im November 1918 ihr Land als souveräner Staat wieder entstehen, während die drei Großmächte mit dem Ende des Weltkriegs in Niederlage und Revolution taumelten.
Der Zweiten Polnischen Republik aber gab kaum einer seiner Nachbarn eine Überlebenschance. Sie wurde in Europa als „Saisonstaat“ oder störender Raum zwischen Deutschland und Russland betrachtet. Auseinandersetzungen zwischen extremen Linken und Rechten beförderten die Instabilität der neuen Republik. Dennoch gelang es über 20 Jahre lang, Polen als selbständigen Staat zu erhalten. Erst der gemeinsame Überfall Deutschlands und der Sowjetunion beendete 1939 die Existenz Polens zeitweilig wieder.
Wolfgang Templin schildert die frappierenden Umstände der Gründung der Zweiten Polnischen Republik, ihre äußere Bedrohung durch die Nachbarstaaten wie etwa den Krieg gegen Sowjetrussland, aber auch die inneren Konflikte. Die Zeit von 1918 bis 1939 war ein an vielen Fronten geführter Kampf um die Existenz Polens. Heute ist jene Zeit in Polen wieder umstritten – es geht um die historische Deutung der Zweiten Republik, um das Aufbrechen alter Spannungen und Gegensätze, die bis vor 1939 zurückreichen. So liefert Wolfgang Templins Blick auf die Geschichte auch einen Schlüssel zum besseren Verständnis der aktuellen polnischen Auseinandersetzungen.
Musikalisch wird der Abend von Mikołaj Woźniak (Schüler der Staatlichen  Musikschule „Mieczysław Karłowicz“ in Zielona Góra und Teilnehmer der Klavierkurse Neuzelle – eine Einrichtung der Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur) am Klavier mit Werken von Fryderyk Chopin umrahmt.
Veranstalter: Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig in Zusammenarbeit mit der Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur

Jutta verbrachte zwei Semester ihres Politikstudiums in Warschau. Vier Jahre lang koordinierte sie außerdem im Museum des Warschauer Aufstands internationale Begegnungsprojekte. Dabei schaute sie den Kollegen im Stefan Starzynski Institut über die Schulter, die kulturelle Projekte rund um die dynamische Entwicklung Warschaus organisieren, um den Warschauern zu zeigen, in was für einer interessanten Stadt sie leben. Kein Wunder also, dass sie Warschau für die spannendste europäische Metropole hält! Nach einem weiteren kommunikationswissenschaftlichen Studium ist sie nun im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig. Für Polen.pl schreibt sie seit 2012, natürlich am liebsten über die polnische Hauptstadt, außerdem über Erinnerungskultur in Deutschland und Polen und die Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Mit Anna zusammen erstellt sie den Kalender „Co się dzieje“.

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