Film: Begnadigung / Ułaskawienie von Jan Jakub Kolski

Datum/Zeit
Date(s) - 10/03/2019
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Black Box, Kino im Filmmuseum

Kategorien


Zum Nationalen Gedenktag an die Verfemten Soldaten

Begnadigung  / Ułaskawienie von Jan Jakub Kolski

POL 2018, Drama 100 Min., OmU

Deutschland-Premiere

Nach der Vorführung findet ein Publikumsgespräch mit der Schauspielerinn Grażyna Błęcka-Kolska statt.

Eine Veranstaltung des Polnischen Instituts Düsseldorf in der Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin und dem Polnischen Institut Wien.

Nachkriegszeit in Polen. Hanna und Jakub trauern um ihren Sohn. Wacław war ein Soldat der Heimatarmee, die bis 1945 gegen den deutschen Besatzer und nach Kriegsende gegen die neue aus Moskau gesteuerte, kommunistische Regierung in Polen kämpfte. Wacław wurde vom polnischen Sicherheitsdienst monatelang verfolgt und anschließend erschossen. Die Eltern begeben sich auf eine Reise durch ganz Polen, um ihren Sohn fern von Zuhause an einem stillen Ort in Würde begraben zu können. In dieser Zeit werden sie vielen Demütigungen und Widrigkeiten ausgesetzt sein – ihre Ehre wird auf die Probe gestellt, und ihr ethisches Empfinden wird mehrmals mit dem gesunden Menschenverstand konkurrieren. Sie gehen jedoch keinen Schritt zurück, während sie ihr privates Golgatha besteigen.

Die Geschichte ist eine bildgewaltige filmische Klage, erzählt im Stile eines Roadmovies der unmittelbaren Nachkriegszeit, in dem immer wieder Bezug genommen wird auf klassische Stoffe wie Sophokles’ Antigone oder dem biblischen Gleichnis von Hiob.

Regie und Buch: Jan Jakub Kolski K: Julian Kernbach D: Grażyna Błęcka-Kolska, Jan Jankowski, Michał Kaleta, Krzysztof Globisz u.a.

Das Land an der Weichsel hat das Interesse des in der Schweiz lebenden Agraringenieurs und Eisenbahnplaners vor über zehn Jahren geweckt und ihn seitdem nicht mehr losgelassen. In Berlin aufgewachsen, fand er es unpassend, sich in Afrika und im Nahen Osten besser auszukennen, als in seinem Nachbarland. Nachdem sich die Polnische Sprache vehement gegen das Lernen lassen gesträubt hat, hat er diese Herausforderung angenommen und ringt noch immer mit ihr. Er reist jährlich nach Polen und entdeckt ein spannendes und kulturell reiches Land mit sehr angenehmen Menschen. Wenn er Zeit findet, befasst er sich als Genealoge mit der Erforschung der Geschichte seiner aus dem damaligen Hinterpommern und Ostpreussen stammenden Vorfahren.

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