Beim Bau der grössten Jesusstatue erleidet ein 20-jähriger Bauarbeiter einen schweren Unfall. So schwer, dass ihm ein neues Gesicht transplantiert werden muss. Vom beliebten, heiteren Mitbürger wird er in seinem Heimatdorf zum Fremden, zum Verstoßenen.

Film: Die Maske

Datum/Zeit
Date(s) - 15/12/2018
17:00 - 19:00

Veranstaltungsort
KoKi Hannover

Kategorien


Polen 2018, 91 Min

Regie: Małgorzata Szumowska
Drehbuch: Małgorzata Szumowska, Michał Englert
Kamera: Michał Englert
Musik: Adam Walicki
Darsteller: Mateusz Kościukiewicz, Agnieszka Podsiadlik, Małgorzata Gorol, Roman Gancarczyk
Produktion: Alter Ego Pictures
Vertrieb: Filmverleih Grandfilm

„Polen hat den Größten“ – betitelt DER TAGESSPIEGEL seine Besprechung zu diesem Film und lobt das Talent der Regisseurin, die den xenophoben Irrsinn mit ironischer und souveräner Beiläufigkeit vorführt.

In Świebodzin hat man sich Großes vorgenommen: Die höchste Jesusstatue der Welt soll schon bald kilometerweit die polnisch-deutsche Grenzgegend segnen. Beim Bau dieses „Meister­werks“ erleidet ein 20-jähriger Bauarbeiter einen schweren Unfall. So schwer, dass ihm ein neues Gesicht transplantiert werden muss. Vom beliebten, heiteren Mitbürger wird er in seinem Heimatdorf zum Fremden, zum Verstoßenen. Seine Nachbarn, seine Familie, seine Verlobte machen ihn zum Außenseiter – im Schatten eines absurd-monumentalen Jesus Christus. Eine beißende Satire auf das polnische Selbstverständnis. Der Film wurde mit dem „Silbernen Bären“ beim 68. Berlinale ausgezeichnet. Szumowska gehört zu den anerkanntesten europäischen Filmemacherinnen, sie holte sich bereits den Silbernen Bären bei der 65. Ausgabe des Festivals für den Film „Body“ / „Ciało“, sowie in der 63. Ausgabe den Teddy Award für „W Imię“ / „Im Namen“. Zu ihren zahlreichen Trophäen gehört auch der Silver Leopard Award in Locarno für „33 sceny zycia“ / „33 Szenen des Lebens“, auch wurde sie bereits drei Mal für den Europäischen Filmpreis nominiert und erhielt den Publikumspreis für den besten europäischen Film für „Body“ / „Ciało“.

Eine weitere Vorstellung findet statt am 16.12.2018 um 17 Uhr im Hamburger Metropolis-Kino.

Das Land an der Weichsel hat das Interesse des in der Schweiz lebenden Agraringenieurs und Eisenbahnplaners vor über zehn Jahren geweckt und ihn seitdem nicht mehr losgelassen. In Berlin aufgewachsen, fand er es unpassend, sich in Afrika und im Nahen Osten besser auszukennen, als in seinem Nachbarland. Nachdem sich die Polnische Sprache vehement gegen das Lernen lassen gesträubt hat, hat er diese Herausforderung angenommen und ringt noch immer mit ihr. Er reist jährlich nach Polen und entdeckt ein spannendes und kulturell reiches Land mit sehr angenehmen Menschen. Wenn er Zeit findet, befasst er sich als Genealoge mit der Erforschung der Geschichte seiner aus dem damaligen Hinterpommern und Ostpreussen stammenden Vorfahren.

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