Film: United States of Love

Datum/Zeit
Date(s) - 03/06/2019
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort
Thalia Filmtheater

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In diesem Drama stehen vier Frauen im Mittelpunkt, die jeweils auf ihre Weise im Frühjahr des Jahres 1990 versuchen, ihre Sehnsucht nach Liebe zu stillen. Agata erstickt in einer Ehe, die nur noch auf dem Papier existiert. Das Möchtegern-Model Marzena muss auf ihren Mann verzichten, der im Westen arbeitet. Ihre Nachbarin Renata – eine Lehrerin im fortgeschrittenen Alter – hat wiederum ein Auge auf sie geworfen. Deren Chefin Iza wiederum sucht ihr Liebesglück in einer Affäre.

Das sind Ausgangspunkte für große Romanzen, aber das Glück gönnt Wasilewski seinen Heldinnen nicht. Es regiert klimatische und soziale Kälte, fotografiert ohne schnelle Schnitte, Musik, Schwenks, Fahrten oder Zooms. Doch die äußerliche Reizarmut kontrastiert lediglich die unterschwellig brodelnden emotionalen Vulkane.

Vor ein paar Jahren hatte Tomasz Wasilewski mit der Coming-Out-Story „Tiefe Wasser“ schon einen Film in die deutschen Kinos gebracht. Für den Nachfolger „United States of Love“ gewann er 2016 einen Silbernen Berlinale-Bären für das beste Drehbuch.

Tomasz Wasilewski ist Regisseur, Drehbuchautor und Produzent sowohl von Spiel- als auch Dokumentarfilmen. Er absolvierte die Filmhochschule in Łódź und die Film- und Fernsehakademie in Warschau. Seine Karriere begann mit dem preisgekrönten Spielfilm „W sypialni / In a Bedroom“. Wasilewski wirkte u.a. bei Lars von Triers „Antichrist“ mit und war Regieassistent für Małgorzata Szumowskas „33 Szenen aus dem Leben“.

Polnischer Filmclub der Universität Potsdam

OT: Zjednoczone stany miłości

Drama, R: Tomasz Wasilewski, PL 2016, 104 min, OdmU
mit Julia Kijowska, Magdalena Cielecka, Dorota Kolak u.a.

Ort: Thalia Filmtheater, Rudolf-Breitscheid-Str. 50, 14482 Potsdam-Babelsberg

Veranstalter: Polnisches Institut Berlin in Kooperation mit dem Polnischen Filmclub der Uni Potsdam und dem Programmkino Thalia

Das Land an der Weichsel hat das Interesse des in der Schweiz lebenden Agraringenieurs und Eisenbahnplaners vor über zehn Jahren geweckt und ihn seitdem nicht mehr losgelassen. In Berlin aufgewachsen, fand er es unpassend, sich in Afrika und im Nahen Osten besser auszukennen, als in seinem Nachbarland. Nachdem sich die Polnische Sprache vehement gegen das Lernen lassen gesträubt hat, hat er diese Herausforderung angenommen und ringt noch immer mit ihr. Er reist jährlich nach Polen und entdeckt ein spannendes und kulturell reiches Land mit sehr angenehmen Menschen. Wenn er Zeit findet, befasst er sich als Genealoge mit der Erforschung der Geschichte seiner aus dem damaligen Hinterpommern und Ostpreussen stammenden Vorfahren.

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