Film: Eine Erzählung über Weiblichkeit, Mutterschaft und patriarchalische Dominanz. Eines der interessantesten Frauenporträts des zeitgenössischen polnischen Films.

Film: Wilde Rosen (Polen, 2017; Regie: Anna Jadowska)

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Datum/Zeit
Date(s) - 14/10/2018
17:00 - 19:00

Veranstaltungsort
Metropolis Hamburg

Kategorien


WILDE ROSEN

Regie: Anna Jadowska
Polen 2017, 93 Min.

 

Regie: Anna Jadowska
Drehbuch: Anna Jadowska
Kamera: Małgorzata Szyłak
Musik: Agnieszka Stulgińska
Darsteller: Marta Nieradkiewicz, Michał Żurawski, Halina Rasiakówna, Konrad Skolimowski, Natalia Bartnik
Produktion: Alter Ego Pictures

WILDE ROSEN

Eine Erzählung über Weiblichkeit, Mutterschaft und patriarchalische Dominanz. Eines der interessantesten Frauenporträts des zeitgenössischen polnischen Films.
Das Leben von Ewa wird von Einsamkeit bestimmt – in der Abgeschiedenheit der Provinz kümmert sie sich um das Haus und ihre zwei Kinder, während ihr Mann in Norwegen das Geld verdient. Ihre Entscheidungen führen sie an die Grenzen des sicheren und vom Umfeld akzeptierten traditionellen katholischen Familienlebens. Jadkowska erzählt eine starke Geschichte vom Druck der sozialen Umgebung und der Schuldgefühle, von Solidarität unter Frauen und vom schwierigen Weg zur Selbstbestimmung. Das Motiv einer traditionellen katholischen Feier wird in zahlreichen polnischen Filmen zum Katalysator weitreichender Konsequenzen – allein in diesem Festival kommt es in zwei Filmen vor:
Als Erstkommunion in „Wilde Rosen“ und „Turm. Heller Tag“ und als Heiligabend in „Stille Nacht“.

Mit schlanken, lakonischen Bildern folgt die Kamera der jungen Mutter auf Schritt und Tritt. Die Szenen scheinen unspektakulär und alltäglich, aber hinter etwas kühlen Blicken entfaltet sich ein Drama von antikem Ausmaß.

Jadowska gewann beim 27. Film Festival Cottbus mit ihrem Film vier Preise (Hauptpreis für den besten Film, Preis für eine herausragende Darstellerin für Marta Nieradkiewicz, FIPRESCI-Preis, Preis der Ökumenischen Jury).

 

Das Land an der Weichsel hat das Interesse des in der Schweiz lebenden Agraringenieurs und Eisenbahnplaners vor über zehn Jahren geweckt und ihn seitdem nicht mehr losgelassen. In Berlin aufgewachsen, fand er es unpassend, sich in Afrika und im Nahen Osten besser auszukennen, als in seinem Nachbarland. Nachdem sich die Polnische Sprache vehement gegen das Lernen lassen gesträubt hat, hat er diese Herausforderung angenommen und ringt noch immer mit ihr. Er reist jährlich nach Polen und entdeckt ein spannendes und kulturell reiches Land mit sehr angenehmen Menschen. Wenn er Zeit findet, befasst er sich als Genealoge mit der Erforschung der Geschichte seiner aus dem damaligen Hinterpommern und Ostpreussen stammenden Vorfahren.

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