Geführter Rundgang: Das ehemalige Zwangsarbeiterlager Neuaubing

Datum/Zeit
Date(s) - 18/03/2018
11:00 - 13:00

Veranstaltungsort
Erinnerungsort Zwangsarbeiterlager Neuaubing

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Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München

13 Millionen Menschen mussten während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeit in Deutschland verrichten. Allein in München gab es etwa 200.000 ausländische Arbeitskräfte, die zum großen Teil in einer der mehr als 400 Lagerunterkünfte im Stadtgebiet untergebracht waren.
Ein ehemaliges NS-Zwangsarbeiterlager ist in München heute noch fast vollständig erhalten. Es wurde 1942 von der Reichsbahn am Rande des Stadtteils Neuaubing errichtet. Als bauliche Zeugen der massenhaften Ausbeutung stehen alle acht noch heute existierenden Baracken unter Denkmalschutz.
Es handelt sich um den letzten in Süddeutschland noch erhaltenen Lagerkomplex dieser Art. Während des Zweiten Weltkriegs lebten hier etwa 1.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion, Polen, Italien, den Niederlanden, Frankreich und Tschechien, darunter auch zahlreiche Kinder und Jugendliche. Sie verrichteten schwerste körperliche und „kriegswichtige“ Arbeit im wenige Gehminuten entfernten Ausbesserungswerk der Reichsbahn.
Das NS-Dokumentationszentrum München wird an diesem authentischen Ort einen Erinnerungsort einrichten. Dr. Angela Hermann und Dr. Paul-Moritz Rabe (NS-Dokumentationszentrum) zeigen bei einem Rundgang über das Gelände die Spuren der Vergangenheit und erzählen die Geschichte des Ortes und der dort untergebrachten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

Siehe auch hier.

Anna studierte in Münster und Regensburg Vergleichende Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft und Geschichte mit den Schwerpunkten Polen und Frankreich. Außerdem interessiert sie sich sehr für Russland. Zahlreiche, teilweise längere Aufenthalte in Polen, vor allem Praktika in Warschau, brachten ihr Sprache, Land und Leute näher. Bei Polen.pl kümmert sie sich gemeinsam mit Jutta um die allmonatliche deutsch-polnische Terminübersicht ‘Co się dzieje’ und schreibt in den Rubriken Kultur, Gesellschaft und Politik.

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