Karamazovi / The Karamazovs

Datum/Zeit
Date(s) - 28/04/2018
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Polnisches Institut Leipzig

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Einführung: Jun.-Prof. Anna Artwińska (Universität Leipzig)

Eine tschechische Theatergruppe will in Polen das Dostojewski-Stück „Die Brüder Karamasow“ aufführen. Doch bei der Probenarbeit treten neben den Schicksalen der Figuren immer deutlicher die der Akteure hervor.
Die Vorlage zum Film lieferte Fjodor M. Dostojewskis Roman „Die Brüder Karamasow“. Der Autor hatte an diesem Werk einige Jahre geschrieben und mit seiner Veröffentlichung erst kurz vor seinem Tod begonnen. Die philosophische Ausrichtung des Romans bescherte ihm bald eine große Leserschaft. Unter seinen begeisterten Lesern war auch Sigmund Freud, der die Karamasows als den „großartigsten Roman, der je geschrieben wurde“ bezeichnete.
Die zentralen Fragen „Was ist der Sinn des Lebens?“ und „Gibt es Gott?“, die von den Protagonisten des Romans auf jeweils eigene Weise beantwortet werden, stehen auch im Mittelpunkt der filmischen Umsetzung von Petr Zelenka. Die Verfilmung dieses Klassikers der Weltliteratur war für ihn ein nicht geringes Risiko. Der Vorlage konnte er damit nicht schaden, aber selbst blamabel scheitern – zumal es bereits einige Dostojewski-Verfilmungen wie Viscontis „Weiße Nächte“ (1957) gab, die selbst zu Klassikern wurden. Andrzej Wajda wiederum hatte 1971 „Die Besessenen“ für die Bühne adaptiert. Auch in Zelenkas Film spielt das Theater eine wichtige Rolle. Achten Sie auf die „Bühne“, auf der dieses große „Theater“ stattfindet!
Der Film wurde sowohl in Tschechien (Hrádek u Rokycan) als auch in Polen (Nowa Huta) gedreht.
Veranstalter: Institut für Slavistik der Universität Leipzig in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig, unterstützt vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond und GITA – Gunter Ingenieure TA

Jutta verbrachte zwei Semester ihres Politikstudiums in Warschau. Vier Jahre lang koordinierte sie außerdem im Museum des Warschauer Aufstands internationale Begegnungsprojekte. Dabei schaute sie den Kollegen im Stefan Starzynski Institut über die Schulter, die kulturelle Projekte rund um die dynamische Entwicklung Warschaus organisieren, um den Warschauern zu zeigen, in was für einer interessanten Stadt sie leben. Kein Wunder also, dass sie Warschau für die spannendste europäische Metropole hält! Nach einem weiteren kommunikationswissenschaftlichen Studium ist sie nun im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig. Für Polen.pl schreibt sie seit 2012, natürlich am liebsten über die polnische Hauptstadt, außerdem über Erinnerungskultur in Deutschland und Polen und die Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Mit Anna zusammen erstellt sie den Kalender „Co się dzieje“.

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