Kolyma – Straße der Knochen

Datum/Zeit
Date(s) - 13/07/2018
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Cinémathèque in der naTo

Kategorien


  1. Tagung Junger Osteuropa-ExpertInnen (13.–15.07.2018)
    in LeipzigKolyma, auch „Straße der Knochen” genannt, ist eine 2000 km lange Landstraße von Magadan bis ins tiefste Sibirien. An dieser Straße wurden von Stalins Strafgefangenen ca. 50 Orte errichtet. Millionen von ihnen verloren dabei ihr Leben. Und heute? Sind es nach 70 Jahren Orte geworden, an dem man glücklich sein kann? Sind die Gräuel der Arbeitslager noch präsent oder geht es den Einwohnern so wie der Kiosk-Verkäuferin, die „Gulag“ nicht von „Gulasch“ unterscheiden kann?

 

Mucha hat sich wieder auf die Reise gemacht, um in seinem typischen Roadmovie-Stil Impressionen, Skurrilitäten, Wahrheiten, vor allem aber unvergessliche Typen zu finden und im Film zu verewigen. Wie bereits in seinen Erfolgsfilmen „Absolut Warhola“ und „Die Mitte“ gelingt ihm der Spagat zwischen absurdem Humor und melancholischer Tragik auf der Suche nach dem „genius loci“ einer Gegend, in die sich sonst kaum eine Kamera verirrt.

 

Der in Deutschland lebende Stanisław Mucha (geb. 1970 in Nowy Targ) hat sich einen Namen als Regisseur launig-kluger Dokumentarfilme gemacht, welche mit einem gütigen Lächeln verschrobene Orte und Personen vornehmlich in der mittel- und osteuropäischen Provinz porträtieren. Nach einigen Ausflügen ins Spielfilm-Fach (u. a. „Hope“ nach einem Kieślowski-Drehbuch) kehrte er mit „Tristia – Eine Schwarzmeer-Odyssee“ wieder zurück in sein Fachgebiet und wagt sich jetzt noch ein ganzes Stück weiter nach Osten.

Wegen begrenzter Platzanzahl wird eine vorherige Reservierung unter 0341/303 91 33 empfohlen!

 

Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. (DGO) in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig, unterstützt aus Mitteln des Förderprogramms „Grenzgänger“ der Robert-Bosch-Stiftung

Jutta verbrachte zwei Semester ihres Politikstudiums in Warschau. Vier Jahre lang koordinierte sie außerdem im Museum des Warschauer Aufstands internationale Begegnungsprojekte. Dabei schaute sie den Kollegen im Stefan Starzynski Institut über die Schulter, die kulturelle Projekte rund um die dynamische Entwicklung Warschaus organisieren, um den Warschauern zu zeigen, in was für einer interessanten Stadt sie leben. Kein Wunder also, dass sie Warschau für die spannendste europäische Metropole hält! Nach einem weiteren kommunikationswissenschaftlichen Studium ist sie nun im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig. Für Polen.pl schreibt sie seit 2012, natürlich am liebsten über die polnische Hauptstadt, außerdem über Erinnerungskultur in Deutschland und Polen und die Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Mit Anna zusammen erstellt sie den Kalender „Co się dzieje“.

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