Lesung. „Vergiss kein einziges Wort“

Datum/Zeit
Date(s) - 26/03/2019
19:00 - 20:45

Veranstaltungsort
Haus des Deutschen Ostens

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„Vergiss kein einziges Wort“

Veranstaltungsbeginn: 26. März, 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Lesung: Dörthe Binkert

Die Geschwister Ida, Hedwig, Klara und Luise sind vier junge Oberschlesierinnen, die in den historischen Kataklysmen der 1920er–1960er Jahre gezwungen sind, die Geschicke ihrer Familien in die eigene Hand zu nehmen. Ihr Alltag ist von Liebe und Hass ebenso geprägt wie von multiethnischem Nebeneinander, konfessioneller Vielfalt und von militantem Nationalismus, der nach 1945 zur Vertreibung der Deutschen führt. Dennoch versuchen sie ihre unterschiedlichen Lebensentwürfe als Frauen umzusetzen. In ihrem figuren- und handlungsreichen Roman entwirft Dörthe Binkert ein beeindruckendes Bild der oberschlesischen Gesellschaft in der Umbruchszeit. Für ihre Recherchen reiste die Autorin nach Gleiwitz/Gliwice. Um ein Gespür für den Ort und die Zeit ihrer Romanhandlung zu finden, führte sie viele Gespräche mit älteren polnischen Bürgern der Stadt und suchte in Archiven nach historischen Zeitdokumenten.

Dörthe Binkert (geb. 1949 in Hagen/Westfalen) war nach einem Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Politik, das sie mit einer Promotion abschloss, für verschiedene deutsche Verlage tätig. 2005 erhielt sie ein Autorenstipendium im Ledig House in New York. Seit 2007 ist sie freie Autorin und Publizistin. Sie lebt in Zürich und legte u.a. die Romane „Weit übers Meer“ (2008), „Bildnis eines Mädchens“ (2011) und „Brombeersommer“ (2017) sowie Sachbücher vor.

Simon verbrachte im Rahmen seines Geschichtsstudiums zwei Semester an der Universität Warschau. Derzeit promoviert er zur preußisch-polnischen Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle/Saale. Seine Interessen gelten vor allem der aktuellen Politik und der Kultur in Polen.

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