Polen in Deutschland – das ist eine Geschichte mit unendlich vielen Facetten. Ein umfangreiches „Lesebuchlexion“ zeigt nun an ausgewählten Beispielen auf unterhaltende und lehrreiche Weise, wie Polinnen und Polen, „polnische“ Orte oder Erinnerungen Geschichte und Gegenwart Deutschlands prägen. Dabei geht es nicht nur um Bekannte(s) – Berlin, Ruhrpolen, Pflegekräfte oder Lukas Podolski –, sondern auch und vor allem um das Unbekannte oder um Dinge, die nicht in erster Linie mit Polen in Verbindung gebracht werden.

Polnische Spuren in Deutschland. Ein Lesebuchlexikon. Buchvorstellung in Mainz

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Datum/Zeit
Date(s) - 09/11/2018
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

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Peter Oliver Loew und Andrzej Kaluza stellen das Buch vor – mit besonderem Blick auf Mainz und Rheinland-Pfalz

Buchvorstellung und Lesung mit Peter Oliver Loew und Anna Artwińska.

Polen in Deutschland – das ist eine Geschichte mit unendlich vielen Facetten. Ein umfangreiches „Lesebuchlexion“ zeigt nun an ausgewählten Beispielen auf unterhaltende und lehrreiche Weise, wie Polinnen und Polen, „polnische“ Orte oder Erinnerungen Geschichte und Gegenwart Deutschlands prägen. Dabei geht es nicht nur um Bekannte(s) – Berlin, Ruhrpolen, Pflegekräfte oder Lukas Podolski –, sondern auch und vor allem um das Unbekannte oder um Dinge, die nicht in erster Linie mit Polen in Verbindung gebracht werden. Der Bogen spannt sich von A bis Z: Von der kaschubischen Bauerstochter Paula Anderson, die vorgab, die Zarentochter Anastasia zu sein, bis zur Stadt Zweibrücken, in der für einige Jahre der vertriebene polnische König Stanisław Leszczyński sein Quartier genommen hatte. Das reich bebilderte und aufwändig gestaltete Buch wurde vom Deutschen Polen-Institut in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben.

Die Präsentation in der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Mainz deckt auch einige Spuren mit spezifisch regionalem Bezug auf. So geht es um die Geschichte der „Polenbegeisterung“ im 19. Jahrhundert (Hambacher Fest), die gegenwärtigen Migrationsströmungen inklusive der jahrzehntelangen Praxis temporärer Beschäftigung von Polen bei der Weinlese oder auch um die erfolgreiche Integration Hunderttausender „Aussiedler“ in den 1970er und 1980er Jahren.

Dr. Peter Oliver Loew ist stellv. Direktor des Deutschen Polen-Instituts in wissenschaftlichen Fragen, Mitautor und einer der Herausgeber der Publikation.

Dr. Andrzej Kaluza ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Polen-Institut, Mitautor und einer der Herausgeber der Publikation.

Die Lesereise zum Buch wird von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gefördert.

Anna studierte in Münster und Regensburg Vergleichende Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft und Geschichte mit den Schwerpunkten Polen und Frankreich. Außerdem interessiert sie sich sehr für Russland. Zahlreiche, teilweise längere Aufenthalte in Polen, vor allem Praktika in Warschau, brachten ihr Sprache, Land und Leute näher. Bei Polen.pl kümmert sie sich gemeinsam mit Jutta um die allmonatliche deutsch-polnische Terminübersicht ‘Co się dzieje’ und schreibt in den Rubriken Kultur, Gesellschaft und Politik.

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