In der Winterausgabe der EEGA Wissenschafts-Lounge gibt Markus Krzoska Einblick in seine Forschung zu Polens Rolle in Globalisierungsprozessen.

Weit entfernt und doch verflochten? Polen zwischen Unabhängigkeit und Globalisierung

Datum/Zeit
Date(s) - 08/11/2018
17:00 - 19:00

Veranstaltungsort
Pilot, Erfrischungsfoyer

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In der Winterausgabe der EEGA Wissenschafts-Lounge gibt Markus Krzoska Einblick in seine Forschung zu Polens Rolle in Globalisierungsprozessen. Im Gespräch werden so widersprüchliche Themen wie die Rodung des Waldes zum Schutz vor Borkenkäfern, Polens Unabhängigkeit in der verflochtenen Welt und die Unmöglichkeiten einer Kulturgeschichte zusammengebracht. Dabei stellen sich die Fragen: Welche Rolle spielt bei alledem die Kulturgeschichte Polens? Und was bedeutet das für Unabhängigkeit, EU und die Wisent-Wildnis in Zeiten von Dauerwahlkampf und Globalisierung?
Markus Krzoska ist Kulturhistoriker am Historischen Institut der Universität Gießen. Bekannt wurde der 1967 in Darmstadt geborene Wissenschaftler insbesondere durch seine umfangreiche Kulturgeschichte Polens „Ein Land unterwegs“ (2015). Neuere Studien zum Nationalpark von Białowieża haben seinen Blick über die polnische Gesellschaft hinaus zu der Interaktion von Mensch, Tier und Umwelt gelenkt. Neben Krzoskas Forschungen zur Machbarkeitsphantasien im Naturschutz und Polens Positionierung zu seinen Nachbarn sorgte er mit seinen Thesen zum Sinn und Unsinn der Osteuropa-Studien für Aufsehen.
Moderiert wird das Gespräch von Bernd Karwen (Referent für Literatur, Politik und Geschichte am Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig) und Frank Hadler (Leiter der Abteilung „Verflechtung und Globalisierung“ am GWZO und Forscher am Leibniz-WissenschaftsCampus EEGA).
Der Leibniz-WissenschaftsCampus „Eastern Europe – Global Area“ (EEGA) wurde 2016 unter der Regie des Leibniz-Instituts für Länderkunde eingerichtet. Ziel des Campus ist es, neue Forschungsperspektiven zum östlichen Europa zu entwickeln und den gesellschaftlichen Diskurs über die Region zu fördern.
In Kooperation mit dem Leibniz-WissenschaftsCampus EEGA am Leibniz-Institut für Länderkunde

Jutta verbrachte zwei Semester ihres Politikstudiums in Warschau. Vier Jahre lang koordinierte sie außerdem im Museum des Warschauer Aufstands internationale Begegnungsprojekte. Dabei schaute sie den Kollegen im Stefan Starzynski Institut über die Schulter, die kulturelle Projekte rund um die dynamische Entwicklung Warschaus organisieren, um den Warschauern zu zeigen, in was für einer interessanten Stadt sie leben. Kein Wunder also, dass sie Warschau für die spannendste europäische Metropole hält! Nach einem weiteren kommunikationswissenschaftlichen Studium ist sie nun im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig. Für Polen.pl schreibt sie seit 2012, natürlich am liebsten über die polnische Hauptstadt, außerdem über Erinnerungskultur in Deutschland und Polen und die Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Mit Anna zusammen erstellt sie den Kalender „Co się dzieje“.

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