Wolfgang Templin – Der Kampf um Polen. Die abenteuerliche Geschichte der Zweiten Polnischen Republik 1918-1939

Datum/Zeit
Date(s) - 21/02/2019
19:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Polnisches Institut Düsseldorf

Kategorien


BUCHVORSTELLUNG UND GESPRÄCH

Wolfgang Templin „Der Kampf um Polen. Die abenteuerliche Geschichte der Zweiten Polnischen Republik 1918-1939“

Wolfgang Templin schildert die Umstände der Gründung der Zweiten Polnischen Republik. Nach 123 Jahren der Aufteilung zwischen Russland, Österreich und Preußen ließen die Polen im November 1918 ihr Land als souveräner Staat wieder entstehen, während die drei Großmächte mit dem Ende des Weltkriegs in Niederlage und Revolution taumelten.

Der Zweiten Polnischen Republik aber gab kaum einer seiner Nachbarn eine Überlebenschance. Die Zweite Polnische Republik Polen wurde in Europa als „Saisonstaat“ oder sogar als störender Raum zwischen Deutschland und Russland betrachtet. Dennoch gelang es über 20 Jahre Polen als selbständigen Staat zu erhalten. Erst der gemeinsame Überfall Deutschlands und der Sowjetunion beendete 1939 die Existenz Polens zeitweilig wieder. Wolfgang Templins Buch schildert die frappierenden Umstände der Gründung der Zweiten Polnischen Republik, ihre äußere Bedrohung durch die Nachbarstaaten wie etwa den Krieg gegen Sowjetrussland, aber auch die inneren Konflikte. Heute wird an jene Zeit in Polen geknüpft. So liefert Wolfgang Templins Blick auf die Geschichte auch einen Schlüssel zum besseren Verständnis der aktuellen polnischen Auseinandersetzungen.

Wolfgang Templin: Der Kampf um Polen: Die abenteuerliche Geschichte der Zweiten Polnischen Republik 1918-1939, Schöningh, 2018

Veranstalter: Stiftung Gerhart Hauptmann Haus, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. und Polnisches Institut Düsseldorf.

 

Das Land an der Weichsel hat das Interesse des in der Schweiz lebenden Agraringenieurs und Eisenbahnplaners vor über zehn Jahren geweckt und ihn seitdem nicht mehr losgelassen. In Berlin aufgewachsen, fand er es unpassend, sich in Afrika und im Nahen Osten besser auszukennen, als in seinem Nachbarland. Nachdem sich die Polnische Sprache vehement gegen das Lernen lassen gesträubt hat, hat er diese Herausforderung angenommen und ringt noch immer mit ihr. Er reist jährlich nach Polen und entdeckt ein spannendes und kulturell reiches Land mit sehr angenehmen Menschen. Wenn er Zeit findet, befasst er sich als Genealoge mit der Erforschung der Geschichte seiner aus dem damaligen Hinterpommern und Ostpreussen stammenden Vorfahren.

Schreibe einen Kommentar