Ein polnischer Zug, Foto: www.pixabay.com

Kleine Anleitung zum Bahnfahren in Polen

Hektisch sprintet der ausländische Gast durch den Bahntunnel auf dem Bahnhof in Polen in Richtung des Bahnsteigs, hastet die Stufen hoch – sieht aber keinen Zug, in den er einsteigen könnte. Er schaut sich verwirrt um, entdeckt den Zug mit der richtigen Kennzeichnung auf einem Bahnsteig und rennt mitsamt Koffern erneut los… Keine so ganz seltene Szene, wie ich bei einigen geplant und ungeplant längeren Aufenthalten an größeren polnischen Bahnhöfen erleben konnte. Und woran liegt es? An den kleinen Unterschieden im Bahnverkehr in Polen im Vergleich zu Deutschland. Grund für uns, ein paar Zeilen dazu zu schreiben. Und diese Zeilen können selbstverständlich gern mit Ergänzungen per Kommentaren versehen werden. Vielleicht lässt sich damit der eine oder andere Stressfaktor für ungeübte Bahnreisende beim Bahnfahren in Polen reduzieren.

Bahnsteige sind Bahnsteige

Ein Bahnsteiganzeiger in Polen, hier Warszawa Zachodnia. Foto: Polen.pl (JW)

Fangen wir einmal damit an, was Auslöser für die oben beschriebene kleine Hast und Hektik auf dem Bahnhof war: In Polen sind die Bahnsteige anders nummeriert. Während man in Deutschland – eigentlich fälschlich, denn wer würde als Passagier schon auf die Schienen steigen – vom Gleis redet, an dem ein Zug ein- oder ausfährt, so sind es in Polen Bahnsteige (‚peron‘). Und das ist nicht nur ein anderes Wort, sondern dieses hat auch eine andere Bedeutung: Ein Bahnsteig hat zwei Gleise (‚tor‘). Was das ändert? Eine ganze Menge: Zum einen ist die Nummerierung dadurch anders, zum anderen muss man auf dem Fahrplan ganz genau hinschauen, ob dort nun Peron oder Tor angeben ist. Denn jeder ‚peron‘ hat zwei ‚tor‘ und diese sind aufsteigend nummeriert. Dazu gibt es noch Sektoren, die wiederum Abschnitte auf dem ‚tor‘ kennzeichnen. Das ist wichtig, wenn ein Zug etwa nur auf dem vorderen oder hinteren Abschnitt (’sektor‘) steht. Klingt kompliziert, ist aber bei Kenntnis und nach einmaligem Benutzen im Grunde logisch.

Rauchen verboten

Ein Rauchen-Verboten-Schild in Polen, hier Warszawa Zachodnia. Foto: Polen.pl (JW)

In Deutschland auch verbreitet, in Polen schon länger: Auf den Bahnsteigen ist das Rauchen verboten; es gibt in der Regel auch keine Raucherbereiche. Auch wenn sich nicht immer alle daran halten: Es wird kontrolliert, Raucher sollten sich hier beherrschen.

Beliebt ist in polnischen ICs nach wie vor das Rauchen auf der Zugtoilette. Das ist zwar mindestens genau so verboten wie das Rauchen auf dem Bahnsteig, wird aber offenbar seltener entdeckt. Wir empfehlen: Bleiben lassen.

PKP und PR

Die Abkürzungen, die für deutsche Ohren ein wenig wie Terrorgruppierungen fremder Staaten klingen, sind die polnischen Bahngesellschaften. Natürlich nicht alle, sondern nur die Obergruppierungen. Es gibt sozusagen die ‚Bundesbahn‘ (PKP) und die ‚Regionalbahn‘ (PR). Außerdem noch eine ganze Reihe von privaten Bahnen. Schade daran ist, dass man vielfach keine übergreifenden Tickets kaufen kann. Wenn man also nicht mehr nur auf den großen Strecken in Polen zwischen den großen Städten unterwegs ist und man auf die Regionalbahn angewiesen ist, sollte man sich vorher über den Fahrkartenkauf informieren. Nicht immer kann man die gesamte Verbindung in einem Ticket kaufen.

Ticketkauf

Übrigens lassen sich Verbindungen aus Deutschland und nach Deutschland immer problemlos über die Deutsche Bahn (DB) und deren Onlineauftritt, deren Automaten oder deren Schalter kaufen – wenn auch nicht immer ganz logisch. So sind in einigen Zügen bei der Buchung aus Deutschland Reservierungen freiwillig. Bucht man dagegen den gleichen Zug aus Polen zurück, sind Reservierungen verpflichtend. Mehr Unlogisches gefällig? Die Reservierungsvorlaufzeit ist unterschiedlich: So kann man in Polen nicht für einen so langen Zeitraum im Voraus reservieren wie in Deutschland. Schielt man also etwa auf ein rabattiertes Europa Spezial-Tarif-Ticket, so kann man manchmal noch nicht reservieren, wenn die Tickets schon gekauft werden. Warten ist aber auch keine gute Idee, da diese Tickets kontingentiert sind und bei hoher Nachfrage teurer werden. Lösung: Meistens keine.

Generell ist der Ticketkauf aus Deutschland etwas teurer, weshalb sich bei längeren innerpolnischen Fahrten ein Kauf über das Onlineportal der polnischen Bahn (entweder PR oder PKP oder eine andere Gesellschaft, je nach Route) empfiehlt. Das geht per Internet auch aus Deutschland. Wenn man vor Ort ist, stehen natürlich auch Schalter und manchmal Automaten zur Verfügung.

Gepäcktransport

Ein Zuganzeiger – elektronisch – in Polen, hier Warszawa Zachodnia. Foto: Polen.pl (JW)

In manchen Straßenbahnen in Polen kostet ein größerer Koffer ein eigenes Ticket (hier allerdings rabattiert). Das ist in den Zügen zum Glück nicht so. Übrigens auch nicht in Krakau in den Trams, obwohl sich das Gerücht hartnäckig hält. In den ICs (Intercity), die die großen Strecken bedienen, gibt es auch immer ausreichend Gepäckstauraum; in den Regionalzügen wird es manchmal eng. Aber das ist nicht anders als in Deutschland. Denn irgendwie gehen die Bahngesellschaften davon aus, dass man im Regionalverkehr kein Gepäck dabei hat.

Fahrradtransport

Mit dem Fahrradtransport in den Zügen in Polen ist es für Radfahrer, die nicht als Gruppe unterwegs sind, meistens einfach: Selbst ICs verfügen oft über ein Fahrradabteil, was auch schon bei der Zugbuchung gekennzeichnet ist. In den Regionalzügen kommt es darauf an, wie voll die Züge sind: Damit ist der Fahrradtransport nicht immer gut planbar. Allerdings: Bei uns hat es mit zwei Personen noch immer geklappt. Größere Gruppen haben mehr Probleme: Hier hilft manchmal selbst das vorherige Erkundigen und Buchen nicht, weil es zu wenig Fahrradstellplätze in vielen Zügen gibt und man auf den guten Willen der Schaffner angewiesen ist.

Essen und Trinken

Ein IC in Polen, Zugtür. Foto: Polen.pl (JW)

Mit der Verpflegung an Bord ist es ganz einfach: In den Regionalzügen gibt es in der Regel nichts zu kaufen. In den Intercity-Zügen gibt es sowohl ein Zugrestaurant sowie auch einen Service am Platz. Am Platz gibt es belegte Brötchen, Süßigkeiten, Getränke und Kaffee sowie Tee, im Zugrestaurant (WARS) auch warme Speisen. Die kann man sich auch an den Sitzplatz bringen lassen. Die Preise sind höher als auf der Straße, aber deutlich niedriger als in deutschen Bord-Bistros in Zügen.

Internetzugang

In polnischen Zügen kann man natürlich immer mit einer UMTS-Karte oder einem entsprechenden Smartphone online gehen. Ein WLAN-Hotspot wie etwa in den ICEs der Deutschen Bahn ist auf einigen Linien mit schnelleren Zügen und auch sogar manchmal im Regionalverkehr mit neueren Zügen vorhanden. In den größeren Bahnhöfen findet sich meist ein Café mit freiem Hotspot, aber wirklich nur in den größeren.

Aufzüge und Rolltreppen

Schade: Mit der Barrierefreiheit ist es auf vielen – besonders kleineren – Bahnhöfen noch nicht weit her. Aber auch auf größeren Bahnhöfen gibt es maximal einen Aufzug, so dass man häufig die Koffer Treppen hoch und herunter schleppen muss. Das sollte man bereits beim Packen berücksichtigen. Allerdings kann für die Zukunft Entlastung angekündigt werden: Viele der neu sanierten Bahnhöfe sind desbezüglich schon deutlich komfortabler.

Zur Fahrplanauskunft und zum Online-Ticketverkauf der polnischen Bahn PKP

 

 

Jens kümmert sich bei Polen.pl um die technische Basis der Internetseite sowie die Beratung und Begleitung des Redaktionsteams. Er beschäftigt sich gern mit Marketing- und Informatik-Themen und ist seit einem Deutsch-Polnischen Begegnungsprojekt im Jahre 1995 begeistert von Polen. Sein Lieblings-Urlaubsort ist Kolobrzeg (Kolberg/Polen), wohin er seit einigen Jahren auch familiäre Bindungen pflegt. Marathonlaufen, Winter- und Wassersport sind sein Ausgleich zum Alltag.

29 Kommentare

  • Silvan Romer

    4. September 2018 bei 15:16

    Ich fahren am 26.9.18 von Warschau mit der Bahn nach Torun, am 27.9.18 weiter nach Posen, dann am 28.9.18 nach Breslau, am 30.9.18 von Breslau nach Swidnica und zurück, am 1.10.18 von Breslau nach Tschenstochau und am 2.10.18 zurück nach Warschau.
    Meine Frage lautet: Wie organisiere ich all diese Bahn-Fahrkarten? Ich 75 Jahre alt und wohne in der Schweiz. Vielen Dank für einen guten Ratschlag.

    Antworten
    • Hauke Fehlberg

      5. September 2018 bei 20:19

      Hallo Herr Romer, die Verbindungen der Bahngesellschaft PKP kann man auf Deutsch auf deren Fahrplanseite unter http://rozklad-pkp.pl/de nachschlagen. Wenn Sie eine entsprechende Routenplanungs-App auf Ihr Handy laden wollen, dann finden Sie hier die Links für das Herunterladen des Programms: http://rozklad-pkp.pl/de/page/mobilne
      Es gibt unterschiedliche Zugskategorien; die angenehmsten und schnellsten Verbindungen zwischen Städten sind die der PKP Intercity.
      Eine Fahrkarte können Sie im Internet kaufen, wenn Sie sich auf nachfolgend genannter Seite entsprechend registrieren. Die Seite findet sich hier: https://bilet.intercity.pl/logowanie.jsp Diese Seite ist nur auf Polnisch und auf Englisch verfügbar. – Ansonsten bleibt Ihnen nur, z.B. in Warschau im Hauptbahnhof (Warszawa centralna) am Schalter die Fahrkarten zu besorgen. Es empfiehlt sich, die vorher herausgesuchten Verbindungen mit Angabe der Zeitpunkte aufzuschreiben und diese dem Verkaufspersonal am Schalter zu geben. Sie werden dann auch gefragt, ob Sie Cash oder mit Karte zahlen wollen. Ich hoffe, das hilft Ihnen. Gute Reise wünscht
      Hauke

    • Frieder Monzer

      12. September 2018 bei 7:24

      Einzelne auf Bahnverkehr spezialisierte Reisebüros wie http://www.gleisnost.de kennen viele Tricks und Ermäßigungsmöglichkeiten. Sie würden Ihnen die Karten sicherlich zusenden. Aber der Ticketkauf vor Ort ist auch nicht sooo schwer. Ich empfehle übrigens die Polen-Reiseratgeber vom Verlag Trescher. Viele Grüße

  • polenpl

    12. August 2018 bei 20:50

    Hallo Reinhard,

    wir können nur ein wenig aus eigener Erfahrung berichten und empfehlen: Flexibel sein. Europäisches Bahnfahren birgt immer noch viele Überraschungen.

    Wagen 267 ist auf der Verbindung der Großraumwagen. I.d.R. gibt es in dem Waggon Möglichkeiten, das Fahrrad in einem Gestell „einzuhängen“ – unseres Wissens sind diese Plätze nicht nummeriert.

    Leider haben wir aber auch immer wieder erlebt, dass ohne Ankündigung ein Großraumwagen ohne Fahrrad-Gestell benutzt wurde. Das zwang Fahrradfahrer dazu, das Fahrrad in der allerletzten Tür zu platzieren (wenn der Zug aus D nach PL fuhr – in der angegeben Reiserichtung aus PL nach B ist Wg. 267 der erste Wagon, also müsste man das Rad dann ganz am Anfang des Zuges unterbringen, sonst kommt das WARS-Wägelchen nicht mehr durch) – mehr als suboptimal.

    Wenn es mehr Räder als Stellplätze gibt (was ich allerdings noch nicht erlebt habe), ist das ähnlich: dann muss man das Rad eher schlecht als recht ganz hinten/ganz vorne im Waggon platzieren.

    Im Zweifel: Irgendwie klappt es meistens, aber manches lässt sich schwer planen.

    Viele Grüße und gute Reise!
    Jens

    Antworten
    • Reinhard

      13. August 2018 bei 10:55

      Hallo Polen.Pl-Redaktion,
      vielen Dank für die schnelle Antwort.
      Jetzt fahre ich etwas beruhigter mit dem Fahrrad den Ostseeküsten-Radweg nach Polen und hoffentlich ohne Probleme mit dem Zug zurück.
      Freundliche Grüße
      Reinhard

    • polenpl

      13. August 2018 bei 14:38

      Viel Spaß! Und: Einen Reisebericht veröffentlichen wir gern; denn auch wenn manches schwer planbar erscheint – es wird toll werden!

  • Reinhard

    12. August 2018 bei 13:39

    Hallo,
    ich reise demnächst unter Mitnahme meines Fahrrades mit dem EC von Gdansk nach Berlin.
    Die DB hat mir die entsprechenden Fahrkarten und Reservierungen verkauft:
    – Fahrkarte „Sparpreis Europa“
    – Fahrkarte „Fahrradkarte International“
    – Reservierung (1 Sitzplatz, 1 Fahrrad)
    Zug 54 Wagen 267 Sitzplatz 96 mit Fahrrad
    1 Res. mit Fk-kauf
    Trotz meines Einspruches wurde eine Reservierung mit Stellplatz-Nr. für das Fahrrad nicht vorgenommen. Es wurde seitens der DB darauf hingewiesen, dass im internationalen Bahnverkehr von Polen nach Deutschland eine Reservierung eines nummerierten Stellplatzes nicht möglich sei.
    Ist die Reservierung wie oben beschrieben ausreichend?

    Antworten
  • Volker

    10. Juli 2018 bei 10:09

    Hallo,

    Danke für den sehr hilfreichen und anschaulichen Artikel.

    die Bahnhöfe Warszawa Centralna, Wroclaw Glowny und Krakow Glowny waren bei meinen Besuch im Juni 2018 komplett mit Rolltreppen und Aufzügen ausgestattet, also zumindest bis zum Bahnsteig Barrierefrei. In die meisten ICs einsteigen ist dann schon eine andere Angelegenheit, die Waggons ähneln vielfach noch den alten deutschen „Silberlingen“ mit hohem und engen Einstieg. Im Premium-Pendolino geht es leichter.

    Die Züge waren alle modern und pünktlich, nur der Regionalzug Krakau-Auschwitz war ein kleines Abenteuer, die Strecke befand sich komplett im Umbau und war nur eingleisig befahrbar. Der Bus zurück war dann aber auch nicht viel schneller.

    Auch sehr empfehlenswert ist die WARS-App fürs Handy: Hier kann man sich das Angebot des Speisewagens bequem an den Platz bestellen.

    Antworten
  • kletke hans-joachim

    22. April 2018 bei 9:30

    hallo ! ich hätte da mal eine frage an sie . meine bekannte hat einen schwerbeschädigtenausweiß mit begleitung. meine frage ist nun wie folgt-
    kann sie diesen ausweis auch in polen in den regionalzügen ( PR ) benutzen ?
    also sie fährt ja in deutschland kostenlos mit begleitung !
    wie ist das in polen ?
    machen wir mal ein beispiel : sie fährt von berlin aus nach szechin (Glaube habe den ort falsch geschrieben )in wie weit kann sie dann kostenlos fahren da ja der zielbahnhof in polen liegt und der zug ein ( RE ) ist – dann ja an grenze normalerweise ein ( PR )währe
    so nun würde ich mich über eine antwort freuen und verbleibe mit den beszten wünschen hochachtungsvoll hj kletke
    (EDITIERT AUFGRUND PERSÖNLiCHER ADRESSANGABEN)

    Antworten
    • polenpl

      22. April 2018 bei 21:41

      Hallo Herr Kletke,

      in dem Punkt bin ich mir nicht ganz sicher, auch wenn ich denke, dass das bei einer Buchung aus Deutschland grenzübergreifend gilt. Kaufen Sie – so meine Einschätzung – bei der Deutschen Bahn, so sollte die Berücksichtigung von Ermäßigungen in Polen ebenso gelten. Ich empfehle, dazu am Bahnschalter oder bei der Bahn-Hotline anzufragen. Wenn Sie in Polen Tickets erwerben, gelten die entsprechenden Regelungen aus Polen.
      Das allerdings unter Vorbehalt, am besten mit der konkreten Buchungsanfrage am Schalter klären.

      Viele Grüße
      Jens

  • Jens

    20. November 2017 bei 6:35

    Hallo Stephanie,

    die Antwort ist nicht so ganz eindeutig – wie so oft: Denn „die Polen“ gibt es natürlich nicht. Es gibt ganz viele bahnbegeisterte Menschen in Polen, die sich für den Bahnverkehr begeistern, für Schmalspurloks, Dampfloks oder moderne Züge (wie die in Polen gebauten modernen Züge z.B.) – es gibt auch viele Vereine, die sich um die Erhaltung alter Züge kümmern und alte Bahnstrecken revitalisieren.

    Für andere Menschen in Polen ist es nur ein Transportmittel, je nach Region beliebter (dort, wo neue schnelle Strecken entstanden sind, etwa zwischen Warschau und Krakau) oder weniger beliebter (auf dem Lande, wo das Bahnfahren sehr sehr sehr lange dauern kann).

    Beste Grüße
    Jens

    Antworten
  • Stephanie

    20. November 2017 bei 5:10

    Hallo,
    ich hab mal eine Frage:
    Ist es bei den Polen auch so, dass sie so gerne Zug fahren wie die Deutschen? Haben sie dabei im Hinterkopf auch zum einen die traditionsreiche Dampflok und zum anderen jetzt Hochgeschwindigkeitszüge, die als sehr schnelles Transportmittel gelten?
    Oder ist es für sie einfach nur Bahnverkehr, also ein reines Transportmittel?
    Eigenartige Frage aber ich brauche es für eine Recherche.
    Ich freue mich über Anregungen!

    Stephanie

    Antworten
  • Jens

    28. Dezember 2016 bei 18:34

    Hallo Herr Knaack,

    vielleicht ist mir etwas entgangen, aber das dürfte recht einfach sein:

    1) Eine Fahrradmitnahme mit Reservierung vorab ist nach aktuellem Fahrplan auf der Strecke möglich, aber begrenzt. Inwiefern Ihr E-Bike eine Abweichung zu einem normalen Fahrrad darstellt, kann ich nicht bewerten.
    2) Fahrkarten und Reservierungen sind entweder bei http://rozklad.pkp.pl oder noch einfacher bei der Deutschen Bahn (http://www.bahn.de) möglich

    Oder ging die Frage in eine andere Richtung?

    Viele Grüße
    Jens Hansel

    Antworten
  • Karl Knaack

    28. Dezember 2016 bei 10:01

    Wer kann mir meine zwei Fragen sicher und zutreffend beantworten??
    1.kann ich in dem durchgehenden Zug von Danzig nach Berlin an einem So nötig oder Werktag mein E-Bike Pedale Mi Ehren?
    2. Wo kann ich Fahrkarte und Fahrräder und Reservierung kaufen?
    Danke für Informationen
    Karl

    Antworten
  • Jens

    1. Oktober 2016 bei 19:15

    Einer unser Leser wollte gern von Breslau nach Görlitz per Bahn reisen, was online (in Polen) nicht buchbar ist. Er hat uns folgende Tipps zurückgemeldet, die sicher auch für andere hilfreich sind:

    1. Vorsicht Falle bei der online-Suche ! : Es gibt in Polen auch eine Stadt Gorlice. Die liegt allerdings ca. 100 km südöstlich von Krakau und hat mit Görlitz bzw. Zgorzelec nichts zu tun (jedenfalls nicht direkt).
    2. Es gibt ein gemeinsames deutsch-Plonisches Informationsbüro:
    Görlitz – Information  
    Tourist Information Center
    Address: Obermarkt 32, 02826 Görlitz
    Phone: 03581 47570
    Hours: Open today · 9AM–6PM
    Die Damen am Telephon sind sehr freundlich und kenntnisreich. Sie haben mir praktisch alle Fragen zu der Zug-Verbindung Görlitz – Breslau (auch wie und wo man am besten die Tickets kauft) perfekt beantworten können.

    Antworten
  • Hartmut

    23. März 2016 bei 16:50

    Hallo,
    für innerpolnische Verbindungen kann man bei PKP Intercity die Fahrkarten in der Regel ab 30 Tage vor dem Reisetermin kaufen.
    Für den Juni-Termin brauchen Sie also noch Geduld.

    H. Ziesing

    Antworten
  • Rosemarie

    22. März 2016 bei 12:40

    Hallo, kann mir jemand sagen, wieviele Tage vor der Fahrt ich meine Tickets auf der PKP-Seite for einen Intercity frühestens kaufen kann? Ich finde dazu nichts auf der Webseite, meine Versuche, für den 10. Juni zu kaufen, waren allerdings nicht von Erfolg gekrönt.
    Danke für jeden Hinweis.
    Rosemarie aus Wien

    Antworten
  • C.K.

    10. August 2014 bei 13:01

    Die Informationen haben mir bei meinen ersten Bahnreise-Versuchen in Polen sehr geholfen. Der Hinweis auf die verschiedenen „Unternehmen“ und entsprechende Hürden beim Kartenkauf hat mir am Fahrkartenschalter die nötige Ruhe verschafft. Vorab informiert (die „rozklad-pkp“-Seite wurde hier schon genannt), ein bißchen improvisierte Gebärdensprache und am Ende hatte ich das günstigste Bahnticket meines Lebens in der Hand: 132 km für € 5,62 (PLN 23,60). Dziekuje!

    Antworten
  • Marc-Oliver Schaake

    3. Dezember 2013 bei 11:06

    Bzgl. Buchung in PL oder D kann es vorkommen dass man in D günstiger wegkommt wenn folgende Bedingung erfüllt ist:

    – Fahrt gilt als Anschlussfahrt zur Fahrt nach PL hinein
    – Man besitzt eine BahnCard mit Railplus der jeweiligen Klasse (-25%)
    – Der gewählte Zug ist ein E-IC

    Bei TLK-Verbindungen von PKP-IC oder aber PR bzw. den Woiwodschafts-Bahnen ist meistens die Verbindung in PL zu buchen.

    PKP-IC – Direktverbindungen lassen sich bequem von Deutschland aus im Internet buchen http://www.intercity.pl

    Antworten
  • Tobi

    3. November 2012 bei 23:29

    Mein Tipp wäre, die Rückfahrt von Polen nach Deutschland auf jeden Fall bei der PKP zu buchen. Ein Ticket von Poznan nach Berlin hat mich im Sommer 19 Euro gekostet, bei der Bahn wäre der Preis etwa doppelt so hoch gewesen.

    Antworten
  • Hartmut

    26. Oktober 2012 bei 9:10

    Lieber Arne,

    die Vorverkaufsfrist von 60 Tagen ist nach meiner Erfahrung eher Theorie. Sehr häufig sind nämlich die polnischen Züge im Verkaufssystem der DB auch 60 Tage vor der Reise noch nicht verfügbar. Aktuell ist der Grund der Fahrplanwechsel: Laut Auskunft der PKP ist erst Mitte November damit zu rechnen, dass die DB die polnischen Züge und Strecken verkaufen kann. Der Berlin-Warschau-Express ist zwar im System (vermutlich, weil er ein gemeinsames Produkt ist), aber ebenfalls noch nicht buchbar, weil entweder Anschlußzüge noch nicht im System sind oder keine Reservierungen vorgenommen werden können. Ohne die kann aber kein Ticket ausgestellt werden.
    Im Frühjahr und Sommer waren es die zahlreichen Baustellen und EM-Fahrpläne und damit verbundene Fahrplanwechsel, die den 60-Tage Vorverkauf verhinderten.

    Antworten
  • Arne

    25. Oktober 2012 bei 22:10

    Netter Artikel – beinhaltet meiner Meinung nach alles Wichtige für den Einstieg in den polnischen Bahnalltag.

    Noch ein Hinweis zu den Vorverkaufsfristen: Die DB hat nun die Vorkaufsfrist für Fahrten nach und aus Polen an die von der PKP Intercity vorgegebenen 60 Tage angepasst. Ausnahme ist der EC Wawel, für den es aus Deutschland keine Reservierungspflicht gibt.

    Antworten
  • Jens

    22. Oktober 2012 bei 23:31

    Lieber Benno,

    Danke Dir für Deine Ergänzungen. Und fühle Dich nicht gehemmt, wenn darin alte Informationen sein sollten, diese zu korrigieren. Ich habe erneut geprüft und nichts gefunden. Den von Tomasz vorgeschlagenen Link habe ich eben ergänzt – Danke dafür.

    Beste Grüße
    Jens

    Antworten
  • Tomasz

    22. Oktober 2012 bei 23:01

    Hallo Benno,

    ich finde die Tipps in dem Artikel nach wie vor aktuell. Ich verstehe nicht, warum Du meinst, dass die alt seien? Das mit den Reservierungen zum Beispiel wusste ich noch nicht, und über die Bahnsteige und Gleise stolpern Deutsche in Polen immer wieder. Deine Ergänzung mit der DB-Seite finde ich auch hilfreich; stimmt: der link zur pkp-seite wäre noch gut gewesen.

    Antworten
  • Benno Koch

    20. Oktober 2012 bei 21:26

    Hallo Jens, so ein bisschen kommt mir Dein Artikel vor, als sei er vor vielen Jahren geschrieben worden. Wirklich praktische Tipps, um Anfängern einen Plan zu geben, können doch heute ganz anders aussehen.

    Ganz wichtig: Nie die Website der Deutschen Bahn für polnische Verbindungen verwenden – die wird für die polnische Seite oft zu spät oder gar nicht aktualisiert. Und bei Umsteigebeziehungen geht sie zudem dauerhaft von deutschen Maßstäben aus. Also fünf Minuten Umsteigezeit in Pila geht für die Deutsche Bahn nicht, für die PKP immer. Und wenn es sich um eine deutsch-polnische Verbindung handeln sollte, dann natürlich auch auf der DB Site gucken – wenn der NE26 ausfällt, dann steht es nicht bei der PKP.

    Die PKP-Site ( http://rozklad-pkp.pl/bin/query.exe/dn? ) ist natürlich auf Deutsch und zeigt in Echtzeit Verspätungen und Änderungen an – auch in Polen mit dem Smartphone für inzwischen kleines Geld: http://fotos.benno-koch.de/v/Ostseefahrt/Ostseefahrt_2012_Torun-Sopot/Benno/Torun-Gniew/P1340717.JPG.html . Und natürlich zeigt auch nur die PKP-Site die schnelleste Verbindung zwischen Berlin und Bydgoszcz, Torun, Tczew usw.

    Und nicht vergessen: Ansschlüsse werden in Polen auch bei 40 Minuten Verspätung eines Regionalzuges auf den nächsten Regionalzug fast immer erreicht

    Antworten
  • Jochen

    20. Oktober 2012 bei 9:24

    Was es für viele ausländische Reisende schwierig macht, ist dass es häufig keine Lautsprecheransagen vor den Stationen gibt – daher fragt man einfach die Mitreisenden (machen die Polen auch … irgendwie verständigt man sich schon).

    Überhaupt: im Abteil wird meines Erachtens wesentlich mehr miteinander geredet als in Deutschland.

    Insgesamt viele positive Erfahrungen in polnischen Zügen gemacht, trotz gelegentlicher Verspätungen bzw. Klimaschwankungen (Heizung entweder aus oder na maksa)!

    Antworten
  • Thomas

    19. Oktober 2012 bei 21:23

    Hallo Jens,
    Ich hab noch ein paar Zusatzinfos bzw. Bemerkungen:
    Selbst wenn ein Zug der PKP mit verpflichtender Sitzplatzreservierung, also ein „Express Intercity“ (EIC, bedient Hauptstrecken wie Poznan – Warschau, Warschau – Krakau etc.) oder ein EC (Eurocity, z.B. Berlin-Warszawa-Express, Berlin-Gdynia-Express) voll belegt ist und man keinen Sitzplatz mehr am Schalter buchen kann, so kann man sich ein Ticket ohne Reservierung – sozusagen einen „Stehplatz“ – kaufen. Ist vielleicht nicht die komfortabelste Art zu reisen, doch wenn mans eilig hat, dann schlägt man auch dann zu.Eine weitere „Spezialität“ unserer geliebten polnischen Bahn ist, dass man an manchen Schaltern nicht alle Arten von Bahntickets kaufen kann (ist mir persönlich in Warszawa Centralna passiert): Deshalb sollte man vorher gucken, von welchem Anbieter (PKP, PR) bzw. ob es ein grenzübergreifendes Ticket ist. So gibt es Schalter, bei denen ausschließlich die internationalen Tickets (Warszawa Centralna) bzw. nur Tickets der Regionalbahn („Przewozy regionalne“, PR)verkauft werden.Noch ein letzter Tipp: Bier trinken ist nur im WARS erlaubt, solltet ihr entspannt auf euerem Platz ein Bierchen trinken wollen, so solltet ihr die Flaschen oder Dosen an den Zwischenhalten verstecken, da dort die „Straz miejska“ – das polnische Ordnungsamt – umher schwirrt und nicht davor zurückschreckt, in die Züge zu steigen und Bußgelder zu verteilen. Der Zug gilt in Polen als öffentlicher Ort und deshalb ist Alkohol trinken wie auch in den Innenstädten verboten.Ich hoff, meine Tipps helfen euch n bisschen und ihr könnt ohne Stress das Abenteuer „PKP“ erleben.
    Mir hat es jedenfalls immer mächtig Spaß gemacht… 😉

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